Lautertal

Lokalpolitik Mehr Kooperation zwischen Kommunen angemahnt

Grüner plädiert für gemeinsame Bauhöfe

Lautertal/Zwingenberg.Der GLL-Gemeindevertreter Udo Rutkowski sieht bei den Kommunen in der Region ein verbreitetes „Kirchturmdenken“. Das zeige die Neueröffnung des KMB-Bauhofservice in Lautertal und die Weiterentwicklung des Zweckverbandes Kommunale Dienste Alsbach-Hähnlein/Zwingenberg.

„Beide Projekte haben den Zuschuss eines fünfstelligen Geldbetrags des Landes Hessen zur Förderung interkommunaler Zusammenarbeit erhalten: Der KMB für den Zusammenschluss mit dem Lautertaler Bauhof, Zwingenberg für den Bauhof-Zusammenschluss mit der Nachbarkommune Alsbach-Hähnlein“, so Rutkowski.

„Synergien erkennen“

„Berücksichtigt man, dass die gleiche Aufgabenstellung in den Parlamenten fast zum gleichen Zeitpunkt wenige Kilometer entfernt zur Entscheidung stand, fragt man sich als Steuerzahler schon: Geht es gemeinsam nicht doch besser? Überzeugte Politiker werden natürlich immer die Unterschiede herausarbeiten, und darauf hinweisen, dass man hier nicht Äpfel mit Birnen vergleichen kann“, schreibt der Grünen-Gemeindevertreter in einer Pressemitteilung.

Lautertal hätte in jedem Fall den Neubau des Bauhofs nicht stemmen können, geschweige denn die Erneuerung des Fuhrparks geschafft.

Noch wichtiger sei, dass die Mitarbeiter des Bauhofs durch die Übernahme des KMB in Lautertal neue Perspektiven erhalten hätten, was sich an der Produktivitätssteigerung der ersten beiden Jahre ablesen lasse, ist Rutkowski sicher. „Warum also kann man zur Kostenoptimierung bei der Verwaltung, dem zentralen Einkauf, der Schulungsmaßnahmen beim Arbeitsschutz keinen gemeinsamen Verbund eingehen? Und das vielleicht noch unter dem Dach einer betriebswirtschaftlich überdurchschnittlichen Geschäftsführung, zu Gunsten der Finanzen aller beteiligten Kommunen?“

Rutkowski rät, nach der Eröffnung des ZKD-Gebäudes für die Kommunen Zwingenberg und Alsbach-Hähnlein nochmals über einen Zusammenschluss ernsthaft zu beraten. „Man kann nur hoffen, dass es keiner Stagnation in der Wirtschaft braucht, um Synergien zu erkennen und die interkommunale Zusammenarbeit tatsächlich zu leben“, so Rutkowski. tm/red

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