Lautertal

Landwirtschaft Wildpflanze steht auf der Roten Liste

Hilfe für den Rittersporn

Archivartikel

Lautertal/Lindenfels.Der Gewöhnliche Feldrittersporn war in Mitteleuropa weit verbreitet, ist aber durch vermehrten Herbizideinsatz und intensive Bodenkultivierung selten geworden. Wie die Arbeitsgemeinschaft Gewässerschutz und Landwirtschaft (AGGL) berichtete, steht die Pflanze in Deutschland auf der Roten Liste gefährdeter Arten.

„In unserer Region gibt es nur noch wenige und unregelmäßige Vorkommen. Die letzten finden sich am Rand der Ackerflächen, die von Herbizideinsätzen nicht erfasst wurden“, schreibt die AGGL. In den Blühflächen für Vogel- oder Insektenarten finde er kaum Wuchsmöglichkeiten oder werde schnell verdrängt.

Die Arbeitsgemeinschaft rät, in Randstreifen von etwa fünf Metern an Getreideäckern auf den Einsatz von Herbiziden und im Idealfall auch auf die Bodenbearbeitung zu verzichten. Erdwege und Wegränder sollten nicht mit Herbiziden behandelt werden. Zudem könnten Förderprogrammen für die Anlage von Ackerflächen zur Förderung von Wildkräutern genutzt werden.

„Der Gewöhnliche Feldrittersporn ist eine einjährige krautige Pflanze, die 20 bis 50 Zentimeter hoch wird und zwischen Mai und August blüht. Der Nektar ist nur Hummeln und anderen Insekten mit mindestens 15 Millimeter langem Rüssel zugänglich. Die Fruchtreife ist im August und September. Die Samen sind Kältekeimer.

Alle Pflanzenteile sind giftig. Früher wurden die Blüten als Heilmittel eingesetzt. Der Feldrittersporn benötigt nährstoffreiche Getreideäcker, Wegsäume und trockenwarme Plätze. Er gedeiht auch auf mäßig trockenen bis frischen, nährstoffreichen und humosen lockeren Lehmböden“, schreibt die AGGL. red

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