Lautertal

Mittelpunktschule 13 Mädchen und zehn Jungen wurden an der Schule in Gadernheim begrüßt

Hitzerekord am ersten Schultag

Gadernheim.„In vier Jahren können Sie ihre Kinder wieder abholen“ – dieser launige Satz von Schulleiter Alwin Zeiß konnte weder die frischgebackenen Erstklässler, noch deren stolze Eltern, nach der sehr herzlichen Aufnahme in die Schulgemeinschaft der Mittelpunktschule Gadernheim verunsichern. 13 Mädchen und zehn Jungen wurden am Dienstagmorgen zusammen mit ihren Angehörigen in der voll besetzten Aula der Schule begrüßt. Bis im Jahr 2022 sollten die Kinder aus Gadernheim, Lautern, Knoden, Kolmbach, Raidelbach, Schannenbach und Winterkasten die vierte Klasse der Grundschule absolviert haben.

Das „Guten Morgen, Herr Zeiß“ werden sie vorher mit etwas Übung bald ebenso flüssig über die Lippen bekommen, wie die ebenfalls zur Begrüßung anwesenden Kinder der Klasse 3a.

Neue Freunde kennen lernen

„Ihr seid in jedem Fall die heißeste Klasse, die ich jemals eingeschult habe“, begann Zeiß in Anspielung auf die subtropischen Temperaturen in der Aula seine kurzweilige Begrüßungsrede. „Das Leben beginnt für Euch jetzt erst richtig Spaß zu machen, denn ihr könnt bald Lesen und Rechnen, lernt neue Freunde kennen und wisst bald, was es heißt, zusammen eine Klasse zu sein“, weckte er bei den Neuen die Neugier auf die Schulzeit und gab den ebenfalls schon einmal anwesenden Schulkindern des Jahrgangs einen Vorgeschmack auf den oft zitierten Ernst des Lebens. „Ich gehe schon seit über 40 Jahren in die Schule. Und es macht mir immer noch Spaß“, scherzte er.

Wie toll Schule sein kann, das demonstrierten ihnen nun auch die Schüler der Klasse 3a, die schon für das Schul-Musical „Die Geschichte vom Löwen, der nicht schreiben konnte“ auf der Bühne Platz genommen hatten. Mit ihrer Klassen- und Musiklehrerin Christina Kindinger brachten sie mit viel spürbarem Herzblut, bekannten Musikstücken und immer wieder unter donnerndem Applaus das Stück gekonnt auf und über die Bühne.

Der Löwe, der sich in eine schöne Löwin verliebt hatte und sich nach einem Kuss von ihr sehnte, hatte von einem Missionar gehört, dass er seine Angebetete am besten mit einem Liebesbrief beeindrucken könne. Da er selbst aber nicht schreiben konnte, versuchte er, sich verschiedener anderer Tiere zum Briefschreiben zu bedienen. Die nach und nach von den Affe, Schnecke, Mistkäfer, Giraffe und Krokodil sabotierten Versuche, verursachten zwar bei ihm immer neue Wutausbrüche, brachten ihn seiner Herzdame letztlich aber keinen einzigen Schritt näher. Das Stück hatte aber einen guten Ausgang: Die schreib- und lesekundige Löwin ergriff die Initiative. Und beim Üben des „großen A“ kamen sich die beiden entscheidend näher.

Nach einem verdienten und lange anhaltenden Applaus für die Klasse 3a kamen sich dann auch die Erstklässler und ihre Klassenlehrerin Verena Benz näher. Während sich die Kinder mit ihrer Lehrerin und ihrem Klassensaal bekannt machten, konnten sich ihre Angehörigen derweil am Kuchenbuffet erfrischen, das Mütter aus der Klasse 3a bereitgestellt hatten. Zum Abschluss des rekordverdächtig heißen ersten Schultags durften die Erstklässler noch einen Luftballon mit ihrer Namenskarte auf die Reise schicken.

Die Ballons flogen mit leichten Startschwierigkeiten in Richtung Neunkirchner Höhe. Der Luftballon, der die weiteste Strecke zurücklegt und und dessen Karte an die Schule zurückgeschickt wird, soll einen Preis erhalten.

Das Wichtigste von heute
Newsticker Bergstraße
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional
Meistgelesene Artikel
Neueste Artikel