Lautertal

Mittelpunktschule II Neuntklässler arbeiteten an besonderem Projekt

Lautertaler Schüler produzieren Radiobeiträge

Archivartikel

Gadernheim.Schüler der Mittelpunktschule (MPS) in Gadernheim haben sich seit dem Frühjahr vergangenen Jahres mit dem Thema Radio befasst. Die Lehrerin Jessica Deubert sowie die Schüler Martin und Abigail sprachen im Interview über dieses Projekt.

Frau Deubert, um welche Themen ging es beim Radioprojekt der MPS und wer suchte sie aus?

Jessica Deubert: Die Themen wurden von unseren Schülern selbst gewählt. Meist haben die Themen zu jeweiligen Ereignissen gepasst. Zum Beispiel Weihnachten, Fasching oder Valentinstag.

Wer hat die Schüler dabei begleitet?

Deubert: Ich und mein Kollege, Nicolas Gouyec, haben die Schüler bei der Erstellung der Sendungen begleitet.

Welche Anzahl an Schülern war im Schnitt beteiligt?

Deubert: Schüler aus der Klasse 9R, meiner eigenen Klasse. Es waren zehn Schülern dabei.

Aus welchen Teilen bestand der „Radiokoffer“?

Deubert: Teile waren das Mikrofon mit Popschutz, Audiointerface, Mikrofonständer, USB- Kabel, Kopfhörerverstärker m it Netzgerät, ein Kabel zum Anschluss des Kopfhörerverstärkers und ein USB-Stick mit Installations-Software.

Was fanden die Schüler besonders spannend?

Martin: Am spannendsten waren das Führen von Interviews und die Umfragen. Außerdem der Umgang mit dem Audio-Programm, da jeder nun alles zurechtschneiden kann, was beim Erstellen von Präsentationen in allen Fächern hilfreich ist.

Abigail: Moderationen zu verfassen und diese am Ende in der fertigen Sendung zu hören.

Wie sind die Schüler an die gestellten Themen rangegangen?

Deubert: Zunächst einmal wurden in der Redaktionssitzung Themen vorgeschlagen und darüber abgestimmt. Die Schüler haben sich dazu Darstellungsformate überlegt, etwa einen Beitrag zu einem Thema, Interviews, Umfragen oder News. Danach haben sie sich aufgeteilt und sich mit dem Recherchieren und Schreiben beschäftigt. Die Moderatoren haben ihre Moderationen geschrieben. Dann wurde aufgenommen und geschnitten. Die Musikredaktion hat sich um Musik zu den Themengebieten gekümmert.

Wie lang waren die Beiträge am Ende im Schnitt?

Deubert: Ein Beitrag war im Durchschnitt eineinhalb bis zwei Minuten lang. Dieser wurde meist sehr häufig aufgenommen, so dass am Ende aus etwa 15 Minuten ein Beitrag von eineinhalb bis zwei Minuten entstand.

Bisher werden einige Beträge auf unserer Instagramseite hochgeladen. Auf der Homepage bisher noch nicht. Das wird aber nach den Sommerferien eingeführt.

Medienkompetenz, Selbstorganisation, Teamfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein – was haben dazu die Lehrer beobachtet?

Deubert: Die Schüler wurden mit der Zeit selbstbewusster und eigenständiger. Wir konnten sie am Ende alleine losschicken, um die Interviews zu führen und die Umfragen in den Pausen aufzunehmen. Zu Beginn fiel es ihnen ziemlich schwer, im Team zu arbeiten, aber vor allem die Doppelmoderation von Maximilian und Abigail lief mit der Zeit immer besser und führte zu lustigen, harmonischen, aber auch hitzigen Sendungen. Die Schüler wussten, dass sich ein Großteil ihrer Mitschüler auf die Sendungen freute und so waren sie stets bemüht, alles zu geben, damit pünktlich gesendet werden konnte. Mittlerweile können alle mit dem Programm umgehen und im Internet gezielt recherchieren, was ihnen den Alltag auch in anderen Fächern erleichtert. Auch das Schreiben der Beiträge und Moderationen haben sie nach einer klaren Struktur in Word aufschreiben müssen, was ihnen mittlerweile einfach fällt.

Im April wurde eine Sendung beim HR eingereicht. Wie viele Minuten und wie viele Beiträge waren das?

Deubert: Die Sendung durfte maximal 20 Minuten lang sein. Unsere Sendung, die wir eingereicht haben, ist 19,5 Minuten lang.

Welches Thema wurde dafür gewählt?

Das Thema war Bildung, der Inhalt unter anderem: „Wozu gibt es Kopfnoten und was machen Schüler, wenn ihnen im Unterricht langweilig ist?“

Wie wird das Radio-Projekt künftig umgesetzt?

Deubert: Zukünftig wird das Projekt im Rahmen einer AG stattfinden.

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