Lautertal

Bayern-Fanclub Felsenmeer Bei ihrer Jahresabschlussfeier zeigten die Fußballfreunde aus Lautertal viel Optimismus für die Rückrunde ihres Lieblingsvereins

Mit Zuversicht ins Rennen um die Schale

Archivartikel

Reichenbach.Der FC Bayern München ist seit vielen Jahren eine Leidenschaft, die die Mitglieder des Bayern-Fanclubs Felsenenmeer gerne miteinander teilen. So auch bei der Weihnachtsfeier zum Jahresabschluss in der Gaststätte am Ende des Seifenwiesenwegs. Eine große Bayern-München-Fahne an der Wand, rot-weiße Wimpel mit dem Vereinswappen, einige Gäste in Originaltrikots und mit Fanschals ausgerüstet, ließen keinerlei Zweifel, an ihrer Treue zu Deutschlands erfolgreichstem Fußballclub aufkommen.

Entsprechend groß ist der Optimismus nach einer Serie ihres Lieblingsclubs von sieben aufeinanderfolgenden Deutschen Meisterschaften bei Achim Mink und Karl-Heinz Hochgenug, den beiden Gründungsvätern des Fanclubs, was die aktuelle Saison betrifft, die am letzten Spieltag der Hinrunde mit einem 2:0-Heimsieg gegen Wolfsburg erfolgreich abgeschlossen wurde. „In der laufenden Saison gab es zwar einige schlechte Spiele, doch darüber wird dann keiner mehr reden, wenn wir die Champions League gewonnen haben“, steckt Mink für seinen Verein schon einmal hohe Ziele ab.

Vier Punkte Rückstand

Hochgenug, an diesem Abend in das Torwarttrikot von Bayerns Nummer 1 Manuel Neuer gekleidet, geht die Sache etwas defensiver an. „Ich sehe im Meisterschaftsrennen dieses Jahr eher Leipzig als Dortmund als unseren Hauptkonkurrenten an“, konzentriert er sich erst einmal auf die Bestätigung des nationalen Titels, bevor er sich mit noch höheren Zielen auseinandersetzt. In diesem Jahr sind es „nur“ vier Punkte Rückstand für den deutschen Serienmeister, im vergangenen Jahr war Dortmund gar schon auf sechs Punkte zur Winterpause scheinbar uneinholbar voraus. Aber auch seinerzeit hatten sich die eingefleischten Bayern-Fans ihren Optimismus nicht nehmen lassen und letztlich ein gutes Näschen bewiesen, was den Verlauf der weiteren Saison und die am Ende siebte deutsche Meisterschaft und den Pokalsieg betraf.

Drei Stadionbesuche geplant

Vielleicht trifft ja auch dieses Mal Minks verwegene Prognose ein. „Was den Trainer betrifft: Hansi Flick bleibt nur bis zum Sommer. Denn was will er nach dem Gewinn der Champions-League dann noch Größeres erreichen“, erklärte er bei der Begrüßung der Gäste mit einem Augenzwinkern. „Außerdem habe ich heute gehört, dass 68 Prozent der Herbstmeister dann am Ende auch tatsächlich die Meisterschaft errungen haben. Deshalb finde ich es schade für Leipzig, dann am Ende zu den restlichen 32 Prozent zu gehören“, ließ er auch hier keine Zweifel aufkommen.

Vielleicht gibt es schon Anfang Februar den ersten Fingerzeig, wenn diese beiden Mannschaften in München aufeinandertreffen. „Die Meisterschaft wird aber dieses Jahr sowieso erst am vorletzten Spieltag bei unserem letzten Saison-Heimspiel gegen den SC Freiburg entschieden“, ergänzte Hochgenug. Da schwang wahrscheinlich auch die nicht unberechtigte Hoffnung mit, diesem Ereignis live in der Allianz-Arena beiwohnen zu können, ist doch dieses Spiel eines von dreien, das der Fanclub und einige seiner aktuell 159 Mitglieder in der Bundesliga-Rückrunde noch besuchen will, neben den Duellen mit Schalke 04 im Januar und Fortuna Düsseldorf an Ostern.

Tombola für den guten Zweck

Neben diesen sportlichen Herausforderungen und Hoffnungen hat der Bayern-Fanclub Felsenmeer aber auch in diesem Jahr bei all seinen Aktivitäten Menschen im Blick, denen es nicht gut geht, ganz speziell krebskranke Kinder. Erneut konnten so aus drei Kanälen Gelder erwirtschaftet werden, die der Deutschen Leukämie-Forschungshilfe Mannheim zugutekommen werden. Das sind zum einen Überschüsse aus dem Besuch von Heimpielen des FC Bayern, Gelder aus einem Tippspiel und Einnahmen aus dem Losverkauf, der Tombola zur Jahresabschlussfeier. „So gewinnt auch heute wieder jedes Los und das auch noch zwei Mal“, freute sich Mink für die kranken Kinder und die Loskäufer, auf die bei der Tombola attraktive Preise warteten. So konnte Gerhard „Jim“ Schäfer, selbst Fanclub-Mitglied und seit vielen Jahren für den guten Zweck im Einsatz, dankend einen 750-Euro-Scheck von Hochgenug und Mink entgegennehmen. Auf diese Weise hat der Bayern-Fanclub Felsenmeer jetzt insgesamt die runde Summe von 7000 Euro für krebskranke Kinder gespendet. Spinnt man eine Theorie weiter, dass möglicherweise jeder Tausender für eine Meisterschaft in den vergangenen sieben Jahren steht, dann könnten die Kinder zum Ende des Jahres 2020 vielleicht zusammen mit einem Champions-League-Bonus mit einer Acht vor den drei Nullen rechnen.

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