Lautertal

Nibelungen-Kunstpalast Die drei Tenöre Peter Mohr, Othmar Löw und Maximillian Krauss begeisterten bei ihrem Auftritt in Elmshausen

Musikalische Bilder voller Sehnsucht

Elmshausen.Ein besonderes Konzert haben die Gäste im Elmshäuser Nibelungen-Kunst Palast mit Peter Mohr, Othmar Löw und dem jungen Ausnahmetalent Maximilian Krauss erlebt. Instrumental begleitete Werner Mössinger am Akkordeon. Alle drei Tenöre sangen mit viel Herzblut und begeisterten ihr Publikum. Die Resonanz hätte nicht besser sein können und über ein volles Haus freuten sich auch die Künstler.

Dass die Gruppe rund um Peter Mohr entstand, ist eigentlich einem Zufall zu verdanken. Begonnen hatte bei ihm alles in 2000 mit dem Ausfall eines anderen Sängers als es um einen Auftritt bei einer Awo-Veranstaltung ging. Mohr sprang ein und der Awo ist er seither treu geblieben. Seit vielen Jahren ist er ein im Sozialzentrum beliebter Sänger wie auch Künstler. Des Weiteren entstand 2010 eine CD für das Hospiz Bensheim.

Spontane Unterstützung

Das Trio hatte eine ganze Reihe beliebter Melodien in seinem Repertoire. An vielen Stellen summten und sangen die Gäste mit. Das war auch bei „Mamatschi, schenke mir ein Pferdchen“ der Fall. Genauso war es, als Peter Mohr mit dem Capri-Fischer brillierte. Dass der deutscher Schlager Ende der 1940er Jahre ein Welterfolg war, konnte man anhand der vielen Mitsänger nicht überhören. Auch bei „Der schwarze Zigeuner“ stimmte die Fangemeinde kräftig mit ein.

„Wir haben jetzt wieder eine Pause verdient“, kündigte Mohr an, doch er ließ es sich nicht nehmen vorher noch ein paar Witze zum Besten zu geben. Als er zwischendurch zu einem Besen griff sagte er: „Ihr wisst, was jetzt kommt. In der Pfalz ist heute Feiertag, da wird die Gass‘ gekehrt“, ergänzte er schmunzelnd, bevor sich das Trio auch musikalisch auf den Weg zum Kehren machte.

Mundartlich hatten die Sänger noch mehr zu bieten. Als sie „Uff em Bäig“ zu dritt anstimmten, bekamen sie spontane Unterstützung von Hans Weber, einem weiteren Kollegen. Mit dem zu Beginn des Konzerts angestimmten Lied „Jeder Tag ist ein Geschenk“ erinnerten die Tenöre daran, wie wichtig es ist, auf das Gute im Leben besonders zu achten. „Heimweh ... dort, wo die Blumen blühen“ ist ein gefühlvolles Liebesmelodram mit prominenten Darstellern und auch dieses Lied hatte das Trio für seine Gäste ausgesucht.

Ausnahmetalent auf der Bühne

Den Besuchern boten die Sänger einen musikalischen Hochgenuss mit ausgesuchten Perlen. Dazu passend setzte Maximilian Krauss einen weiteren, bemerkenswerten Akzent mit dem Wolgalied. Der erst 17-jährige Ausnahmesänger, wie ihn Mohr vorstellte, beeindruckte mit seiner gewaltigen Stimme. Danach herrschte helle Begeisterung im Raum. Für seine Darbietung bekam er von allen im Saal viel Applaus und es folgten laute Zugaberufe aus dem Publikum. „Ein solches Talent muss man fördern“, unterstrich Mohr am Ende. Er könne nicht nur fantastisch singen, er kenne sich auch bestens mit Operetten aus, so Mohr. Trotz seines Talents denkt Kraus erst einmal an seine ganz Lehre, die ihm später einmal zum Winzermeister führen soll.

Die Sänger zeichneten romantische, von Sehnsucht getriebene musikalische Bilder und hatten daneben flottes Liedgut für ihre Gäste parat. Den Tenören gelang es immer wieder, mit einer Vielzahl an herausgearbeiteten Klangbildern eine schöne Atmosphäre zu erzeugen und die Besucher mitzunehmen. Auf jedes Gesicht zauberten sie ein Lächeln.

Gemeinsames Singen steigert das Wohlbefinden, macht Freude und erhöht die Sauerstoffaufnahme, war einmal auf der Internetseite eines Chors zu lesen. Das kann man wohl aufgrund des Konzerts der drei Tenöre nur unterstreichen. Der Applaus am Ende sprach eine deutliche Sprache und es folgten mehrere Zugaben.

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