Lautertal

Vogelschutzgruppe Neuschnee überraschte Reichenbacher Vogelschützer

Nebel und Schnee in den Alpen

Archivartikel

Reichenbach/Zillertal.Ein umfangreiches und abwechslungsreiches Programm hatte der traditionelle Organisator Philipp Degenhardt für den diesjährigen Jahresausflug der Reichenbacher Vogelschutzgruppe zusammengestellt. Ziel war Stumm im Zillertal, das man über Stuttgart, München, Tegernsee und Achensee pünktlich am späten Nachmittag erreichte. Unterbrochen wurde die Fahrt nur für ein Frühstück mit Blick auf das Hoffenheimer Stadion und einem Mittagessen im Bauernmarkt in Dasing.

Nebel in Hintertux

Der erste Ausflug nach Hintertux konnte wegen Nebel nur bis Mayrhofen stattfinden. In Rattenberger Kunsthandwerkgeschäften sahen die Odenwälder jede Menge kunstvolle Arbeiten aus Glas. Zu dem am Abend vorgeführten Film „Mein Zillertal“ konnte der heutige Reichenbacher Albin Kogler eigene Kindheitserinnerungen ergänzen, da er aus dem Zillertal stammt.

Neuschnee ab 1000 Metern Höhe überraschte die Reisegruppe aus dem Lautertal am Morgen vor der Fahrt in die Tiroler Alpentäler. Nach der Besichtigung der Karlskirche bei Volders ging es über das Wipptal ins Gschnitztal mit dem Mühlendorf Gschnitz. Mit Blick auf den Sandes Wasserfall wurde zum Aufwärmen der ein oder andere Glühwein genossen. Über das Schmirntal erreichte man Kasern, wo Kaffee und Kuchen auf die Reisegruppe warteten. Dort konnten mehrere Gämsen beobachtet werden. Der Theaterabend im Hotel sorgte mit einigen gespielten Sketchen für Stimmung. Der folgende – autofreie Tag – konnte zur Erkundung des Dorfes genutzt werden, bei der man Zeuge eines großen Trauerzuges wurde. Das ganze Dorf schien beteiligt, viele Bürger standen Spalier.

Der folgende Tag stand nach einem Dorfrundgang mit Schloss, Markt und Kirche im Zeichen der Krimmler Wasserfälle und Kitzbüheler Alpen, die mit weiterem Neuschnee gepudert waren. Hier konnten erneut Gämsen gesichtet werden. Nächste Station war Kitzbühel. Ein Bauernbuffet und Harfenmusik von einer Harfenspielerin serviert waren das Programm für diesen Abend.

Wolkenloses Alpenpanorama

Der sechste Tag erfreute mit strahlendem Sonnenschein und die Bergwelt präsentierte sich ganz ohne Wolken. Das Ziel an diesem Tag war das Ötztal. Bei Umhausen wurde eine Greifvogelstation angesteuert, die für die Vogelschutzgruppe von großem Interesse war. Bei den Flugvorführungen konnten Turmfalke, Rotmilan, Steinadler, Kolkrabe und Gänsegeier ganz aus der Nähe und im Flug beobachtet werden. Das Leben des Ötzi wurde im Ötzi-Dorf mit Museum authentisch präsentiert. Die Entdeckung des 5000 Jahre alten „Mannes aus dem Eis“ 1991 gilt als größte archäologische Attraktion der Alpen.

Neuzeitlicher war die anschließend besuchte Heumilchsennerei mit Filmvorführung und Käseverkostung. Dieser Tag klang mit einem Tiroler Festmenü und Musikunterhaltung aus. Ein Musiker unterhielt die Gäste mit Akkordeon, Alphorn und Keyboard. Da Albin Kogler seine Klarinette dabei hatte, konnte er den Alleinunterhalter ganz professionell unterstützen. Zusammen mit den Musikern wurden zahlreiche Lieder gesungen.

Der letzte Ausflugstag führte in die Städte Hall und Schwaz mit zahlreichen historischen Sehenswürdigkeiten. So ist Hall für seine Münze und Münzerturm in der Burg Hasegg bekannt. Dort soll die Wiege des Talers und Dollars gestanden haben. Schwaz wird vor allem wegen seines Silberbergwerks besucht. Überragt wird die Stadt von der Burg Freundsberg. Das prächtige Fuggerhaus erinnert an das große Handelsimperium der Augsburger Familie. Auf dem Rückweg nach Stumm wurde noch eine Zillertaler Speckstube mit Speckverkostung besichtigt, die auch alle Arten von lokalen Schnäpsen anbot.

Heimatfilm zum Abschluss

Nostalgisch klang dieser Tag mit dem Heimatfilm „Die Zwillinge vom Zillertal“ von 1957 aus. Da wurden bei vielen Erinnerungen an einst bekannte Schauspieler geweckt wie Karin Dor, Hans Moser, Joachim (Blacky) Fuchsberger, Wolfgang Gruner und auch die Kessler Zwillinge.

Wohlbehalten kehrte die Reisegruppe der Reichenbacher Vogelschützer wieder in den Odenwald zurück. Insgesamt 2000 Kilometer hatte sie Fahrer Wilfried sicher transportiert. 800 Kilometer allein bei den Touren vom Zillertal aus. Kurz vor Ende der Fahrt dankte der Vorsitzende der Vogelschützer, Walter Gehbauer, Philipp Degenhardt mit einem Geschenk für seine jahrelange Organisation und Leitung der Ausflüge des Vereins.

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