Lautertal

Nicht alle Siedlungen blieben bestehen

Archivartikel

Nach der ersten Erwähnung Beedenkirchens und Reichenbachs im Jahr 1012 dauerte es, bis weitere der späteren Lautertaler Ortsteile Eingang in schriftliche Dokumente fanden, die die Jahrhunderte überdauert haben. Auf das Jahr 1339 gehen die ersten bekannten Erwähnungen von Elmshausen und Raidelbach zurück. Gadernheim tauchte im Jahr 1367 in den alten Schriften auf. Die erste gesicherte Erwähnung Lauterns datiert auf 1369. Das Jahr 1398 weist die ältesten Belege von Breitenwiesen und Schannenbach auf, zwei Jahre jünger ist demnach Staffel. 1450 wurde Wurzelbach erstmals erwähnt. Wesentlich jünger ist der Quellenlage nach Schmal-Beerbach. Das Dorf wurde 1561 erstmals erwähnt, als Europa schon vom Mittelalter in die Neuzeit überging.

Der Großteil der Dörfer im Lautertal gehörte zum Zeitpunkt der ersten Erwähnung zum Gebiet des Rheinischen Pfalzgrafen oder der Grafen von Erbach. Durch einen Gebietstausch fielen 1561 Gadernheim, Lautern und Raidelbach sowie Teile Reichenbachs an die Grafen von Erbach, die in der Gegend zunehmend Einfluss gewannen. Im Gegenzug wurden Schannenbach, Knoden und Breitenwiesen pfälzisch. Schmal-Beerbach war eng verbunden mit Ober-Beerbach und gehörte wie dieses Dorf zur Landgrafschaft Hessen.

Wie die gesamte Region wurden die Orte im Lautertal zu Beginn des 19. Jahrhunderts der Landgrafschaft und dem späteren Großherzogtum Hessen-Darmstadt zugeschlagen, bevor sie nach mehreren Verwaltungsreformen Teil des Kreises Bergstraße wurden.

Nicht alle Dörfer im Lautertal haben die wechselhaften Jahrhunderte überstanden. Der im Jahre 1400 gegründete Weiler Haurod zwischen Hahnenbuch und Hohberg wurde im 17. Jahrhundert aufgegeben. kbw

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