Lautertal

ÖPNV Die Lautertaler Gemeindevertretung hat eine Stellungnahme zum Nahverkehrsplan des Kreises Bergstraße formuliert

Orte abseits der B 47 sollen besser angebunden werden

Lautertal.Die Gemeinde Lautertal besteht bei der Nahverkehrs-Planung darauf, dass der Kreis die Orte abseits der B 47 noch besser an die Buslinien anbindet. Die Gemeindevertretung beschloss auf Antrag der LBL eine Stellungnahme zum neuen Nahverkehrsplan des Kreises, in dem weitere Verbesserungen gefordert werden.

Peter Rohlfs (LBL) sagte, wenn der Kreis 25 Fahrtenpaare in der Woche auch in den kleinen Orten sicherstelle, höre sich das zunächst gut an. Wenn aber an den Wochentagen morgens und nachmittags zwei Schulbusse angeboten würden, seien das schon 20 Fahrtenpaare. Und da sei noch kein Angebot an den Wochenenden und in den Ferien enthalten. Vor allem die Busverbindungen am Krehberg blieben nach dem Plan „mangelhaft“. Dabei gehe es nicht nur um die rund 200 Bürger in Knoden und Schannenbach, sondern auch um die geplante Weiterführung der Buslinie über Gadernheim hinaus nach Brandau. Eine bessere Verbindung zwischen Gadernheim und Brandau sei „dringend erforderlich“.

Tobias Pöselt (SPD) sah in dem Entwurf „auf jeden Fall eine Verbesserung“. Es sei von Anfang an klar gewesen, dass Lautertal nicht alle Wünsche erfüllt bekommen würde. Bürgermeister Andreas Heun sagte, solche Planungen seien immer sehr langwierige Angelegenheiten. Wenn die Gemeinde aber an ihren Forderungen dranbleibe, lasse sich bestimmt noch mehr durchsetzen. Bei wichtigen Punkten sei auch zu überlegen, ob Lautertal selbst Geld zur Verfügung stelle, um das vom Kreis gewährte Angebot zu ergänzen.

Erich Sauer (CDU) übte Kritik an dem Vorschlag, am Radlettplatz in Elmshausen eine neue Haltestelle Richtung Lindenfels einzurichten. Das hätte bei der Sanierung der Straße gemacht werden müssen, so Sauer: „Wir sind doch nicht in Schilda.“

Pöselt und Stephan Degenfeld-Schonburg (LBL) verwiesen darauf, dass der Ortsbeirat Elmshausen sich von der Idee bereits verabschiedet hatte. Pöselt sagte, es sei bisher kein Platz für eine Haltestelle gefunden worden. Das Problem sei, dass es zwischen der Grundschule und dem Heckenwiesenweg keinen Halt Richtung Lindenfels gebe. Dazwischen lägen aber ein großes Wohngebiet und das Neubaugebiet Schmelzig.

Zum neuen Landesentwicklungsplan hat die Gemeindevertretung auf Vorschlag der CDU lediglich formuliert, dass Lautertal als „touristisches Zentrum“ ausgewiesen werden solle. Peter Hannewald sagte, damit seien weitere Maßnahmen etwa am Felsenmeer möglicherweise leichter umzusetzen. Vom Vorschlag, den Plan mit einem Vertreter des Landes zu beraten, rückten die Gemeindevertreter schnell wieder ab. Heun sagte dazu, es handele sich um ein Konzept des Landes, wie sich Hessen entwickeln solle. „Die haben in Wiesbaden nicht unbedingt den Fokus auf Lautertal“, sagte Heun. Er berichtete auch, dass es innerhalb der Landesbehörden nicht immer einfach sei, Lautertal im Odenwald und Lautertal im Vogelsberg auseinanderzuhalten. tm

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