Lautertal

L 3098 Ortsbeiräte weisen Kritik aus Leserbrief zurück

„Probleme mit der Straße wurden nicht totgeschwiegen“

Beedenkirchen/Reichenbach.Der Leserbrief von BA-Leser Alfred Kunert über den Zustand der Landstraße zwischen Beedenkirchen und Reichenbach hat eine Replik der beiden zuständigen Ortsvorsteher hervorgerufen. In dem Brief war wieder einmal der Zustand der L 3098 nach deren Ausbau vor knapp zwei Jahren kritisiert worden. Schon bald nach der Freigabe der sanierten Strecke hatte es Kritik daran gegeben, dass die Straße zu schmal sei.

Schwierige Begegnungen

Die Ortsvorsteher Hartmut Krämer (Beedenkirchen) und Alfred Hogen (Reichenbach) pflichten dem Leserbriefschreiber durchaus bei und sehen ebenfalls „Mängel an der L 3098 zwischen Reichenbach und Beedenkirchen. Sei es durch die sehr dicht an der Fahrbahn stehenden Leitplanken, sei es durch die hohen Randsteine, die ein Ausweichen bei der Begegnung von zwei breiteren Fahrzeugen zum Teil unmöglich und ein Zurückweichen in eine der beiden Ausweichbuchten erforderlich machen“, wie es in einer gemeinsamen Erklärung der Ortsvorsteher heißt.

Allerdings weisen Krämer und Hogen die Kritik an den Ortsbeiräten zurück. Die Gremien hätten „sehr wohl das Thema nicht totgeschwiegen“. Im Ortsbeirat Beedenkirchen sei bereits am 2. Juli 2019 – kurz nach dem Ende der Straßenarbeiten – die Ausführung der Sanierung bemängelt worden. Ortsvorsteher Hartmut Krämer habe sich nach Rücksprache seinem Kollegen Alfred Hogen sowohl über das Bauamt als auch über das Ordnungsamt der Gemeinde Lautertal an die Straßenverkehrsbehörde Hessen Mobil gewendet und um eine Stellungnahme gebeten.

„Die Stellungnahme lautete, der Zustand der L 3098 entspreche den Richtlinien für Landesstraßen“, so die Ortsvorsteher. Erst aufgrund des Eingreifens des Beedenkircher Ortsbeirates sei zwei Landwirten die Zufahrt zu ihren Grundstücken wieder möglich gemacht worden.

„Tempolimit erreicht“

„Die Situation am Ortseingang von Reichenbach wurde auch nicht totgeschwiegen. Sie war schon 2016 Thema im Reichenbacher Ortsbeirat. Hier wurde erreicht, dass bereits vor dem Ortsschild Geschwindigkeitsbeschränkungen eingerichtet wurden. Eine Maßnahme, die Hessen Mobil zunächst abgelehnt hatte.“ Verwunderung sei also bei den Ortsbeiräten eher angebracht als bei dem Leserbriefschreiber. „Schön wäre es, wenn er, wie andere Bürger auch, auf die Kommunalpolitiker zuginge und nicht den Umweg über die Presse wählte.“ red

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