Lautertal

Wohltätigkeit Künstler aus der Region standen bei der Benefizveranstaltung „Mundart im Takt“ in Roßdorf auf der Bühne / Erlös geht an Initiative für chronisch kranke Kinder

Sketche auf Südhessisch für einen guten Zweck

Archivartikel

Odenwald.Die Benefizveranstaltung „Mundart im Takt“ war auch dank der Bühnenkünstler und zahlreichen Gäste aus Modautal und Lautertal in der voll besetzten Rehberghalle in Roßdorf ein großartiger Erfolg. Der Erlös der Veranstaltung geht komplett an den Verein für krebskranke und chronisch kranke Kinder Darmstadt/Rhein-Main-Neckar (VKKD). Ausrichter der Veranstaltung waren der Musikzug Roßdorf in Zusammenarbeit mit den Mundartfreunden Südhessen (www.gebabbel-suedhessen.de).

Christine Hechler und Simone Meister aus Reichenbach sowie Fritz Ehmke führten mit Herz und Engagement durch das Bühnenprogramm. Die Pausen zwischen den einzelnen Akteuren wurden gekonnt mit Witzen gefüllt.

„Ei guure wie“ zur Begrüßung

Die Goldkehlscher von der Dr.-Jacob-Goldmann-Kindertagesstätte in Reinheim eröffneten mit einem herzhaften „Ei guure wie“ den Abend. Musikalisch wurden sie unterstützt von Siggi Poth-Jonas und Peter Roßmann mit seiner Gitarre. Der Musikzug Roßdorf unter der Leitung von Daniel Gerbig marschierten durch den Saal ein und füllte die Bühne mit seiner „1000 Takte Blasmusik“ aus. Karl-Heinz Rück, Erster Beigeordneter der Gemeinde Roßdorf, begrüßte in Mundart stellvertretend für die Bürgermeisterin, Christel Sprößler, die Gäste im Namen der Gemeinde Roßdorf. Danach folgten in bunter Reihenfolge die Auftritte der Bühnenakteure, angeführt von den Moretbuwe, Charly (Karl Weygandt) aus Gundernhausen und Charlie Vogel aus Semd, die mit einem volkstümlichen Potpourri die Gäste zum Mitsingen einluden.

Die Biwwesemmer Strossemusigg – Rainer Fischer und Berthold Bader aus Biebesheim am Rhein – schlossen sich mit ihren außergewöhnlichen Instrumenten Mandoline und Konzertina an. Mit ihrer Anekdote vom Arztbesuch begeisterte Gertrud Reining aus Brandau das Publikum. De Ourewäller Worzelbutzer, Horst Weber, ein uriges Original aus Gundernhausen betrat mit Gummistiefeln und Kuhstallkleidung die Bühne und brachte den Saal mit Gesang und Geschichten zum Kochen. Das Senioren-Theater „Roßdörfer Spätlese“ führte einen Sketch mit einem kleingemachten Ehemann, der vorlauten und ständig geifernden Ehefrau und dem nicht zu Wort kommenden Arzt auf.

Die Ourewäller Hartriel, Peter Roßmann und Karl-Heinz Hach aus Modautal eröffneten den zweiten Teil des Bühnenprogramms unter anderem mit einer Premiere vom Lied „Tratsch in de Milchkisch“.

Verwandtschaft mit Französisch

Die Jugendlichen Johanna und Elisabeth Meister aus Reichenbach brachten den Gästen die Verwandtschaft französischer Wörter mit der südhessischen Mundart näher. Gertrud Reining und Erika Roth aus Brandau zeigten anschaulich, wie ein Theaterbesuch zum Ehekrach führen kann. Schlussendlich waren die miefenden Socken in der Jackentasche dran schuld.

Karl Ohl aus Wiebelsbach möchte im Alphabet den Buchstaben „ou“ mit aufgenommen sehen. Er demonstrierte eindrucksvoll eine Vielfalt von Wörtern mit „ou“ wie etwa Ourichte (Anrichte) oder Ouwe (Ofen). Auch sang er den Klassiker „Die Scholzegret“, begleitet von Roland Bauer mit seinem Akkordeon.

Mit Erinnerungen an seine Jugendzeit und mit dem Lied über „Die Kittelscherz“ fesselte Roland Bauer aus Schlierbach das Publikum. Die Noachdwäwwerer aus Reichelsheim führten einen Sketch auf, in dem zwei genervte Ehemänner ihre liebe Last mit ihren Angetrauten in der Umkleidekabine haben. Als Abschluss des Abends kam Peter Dotterweich aus Ueberau mit seiner Gitarre auf die Bühne und brachte mit einem Ausschnitt seines Querfeldein-Programms noch mal viele Lacher auf seine Seite.

Die Beiträge sorgten für permanent gute Stimmung im Saal. Roland Kaffenberger, Vorsitzender des Musikzuges Roßdorf, und die Moderatoren bedankten sich bei den Akteuren, bei den Sponsoren, bei den Tontechnikern Claudia und Markus Waschk aus Modautal und den helfenden Händen vor und hinter der Bühne.

Fritz Ehmke lobte weiterhin die gute Zusammenarbeit mit Roland Kaffenberger, Hubert Wamser und Gregor Klein vom Vorstand des Musikzuges. red

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