Lautertal

Gemeindevertretung Sitzung am Donnerstag in Gadernheim

Startschuss für das neue Baugebiet

Lautertal.Zwei dicke Bebauungspläne liegen unter anderem auf dem Tisch, wenn am Donnerstag, 7. Februar, die Lautertaler Gemeindevertretung zu ihrer nächsten Sitzung zusammenkommt.

Einmal geht es um die geplante Neuordnung des Destag-Geländes in Reichenbach. Wie berichtet, könnten hier in den kommenden Jahren fast 70 Wohnungen entstehen und Flächen für kleine Gewerbebetriebe. Hintergrund ist, dass die Destag ihre Produktion weitgehend zurückgefahren hat und vor allem im Handel auftritt. Damit werden große Flächen des seit 130 Jahren hier ansässigen Unternehmens für eine neue Verwendung frei.

Keine Straße in den Heidenäckern

Während des bei der Destag-Planung um den Einstieg in das Verfahren geht, steht bei der Änderung des Bebauungsplans Heidenäcker für den Ortsteil Beedenkirchen der abschließende Beschluss an. Mit diesem Plan soll die 2002 dort eingeplante Erschließungsstraße soweit sie bisher nicht gebaut wurde wieder gestrichen werden. Anders als vor 17 Jahren besteht aus Sicht der Anlieger und der Gemeinde keine Notwendigkeit mehr zum Bau.

Wobei die Anlieger dies teilweise schon damals so sahen, die Gemeinde setzte die Planung aber mit der Straße durch. Die Parzellen sollen nun wieder zurückgegeben werden.

Außerdem ist eine neue Kompensationsfläche im Wald bei Viernheim vorgesehen, weil im Baugebiet Heidenäcker ein Areal, das dem Schutz von Natur und Landschaft dienen sollte, inzwischen überbaut wurde. Diese Fremdnutzung soll nun legalisiert werden.

Die Behörden haben im Rahmen der Offenlage weitgehend Zustimmung zu der Planung signalisiert. Handwerkskammer und Industrie- und Handelskammer haben Bedenken, weil Wohnungen und Gewerbebetriebe gleichermaßen in dem Baugebiet zu finden ist. Da mit der Planung aber lediglich der Ist-Zustand festgeschrieben werden soll, sieht der Gemeindevorstand keinen Grund zu Änderungen.

Wettstreit um Grundstücke

Bevor die Bausachen beraten werden, muss die Gemeindevertretung die in der Dezember-Sitzung liegengebliebenen Punkte abarbeiten. Dabei geht es um einen Antrag der SPD, beim Verkauf gemeindeeigener Grundstücke künftig einen öffentlichen Bieterwettstreit zu veranstalten. Hintergrund ist der geplante Kauf eines Grundstücks durch einen Gemeindevertreter im vorigen Jahr. Dabei war Kritik am Kaufpreis laut geworden.

Leinenpflicht für Hunde

Ein weiterer Antrag der SPD vom Dezember befasst sich mit dem Schutz der Wildtiere in der sogenannten Brut- und Setzzeit, also, wenn der Nachwuchs kommt. Dann soll in Lautertal künftig eine generelle Leinenpflicht für Hunde gelten.

Neue Anträge liegen von der SPD auch vor. Zur Sanierung des historischen Rathauses in Elmshausen verlangen die Sozialdemokraten eine Ortsbegehung mit dem Bauausschuss. Dabei sollen die bisher vorgesehenen Arbeiten zur Sanierung des aus dem 18. Jahrhundert stammenden Hauses unter die Lupe genommen werden, mit dem Ziel, die Kosten zu senken. Außerdem soll die künftige Nutzung des Hauses beraten werden. Im Rahmen der Haushaltsberatung waren sich die Fraktionen einig gewesen, dass ohne ein gescheites Nutzungskonzept eine Sanierung keinen Sinn hat.

Außerdem muss die Gemeindevertretung einen neuen Schriftführer wählen, nachdem die bisherige Leiterin des Hauptamtes im Rathaus, Erika Schmitt, nicht mehr zur Verfügung steht. Für das Gebietsrechenzentrum Ekom21 in Darmstadt wird ein neuer Vertreter gebraucht, nachdem Gerd Rudolf (LBL) sein Mandat im Gemeindevorstand aufgegeben hat und hier ausscheidet.

Kommission für die Kindergärten

Schließlich ist noch die Ende 2018 vereinbarte Gründung einer Kindergarten-Kommission ein Thema. Der Gemeindevorstand hat das Gremium eingerichtet und Bürgermeister Andreas Heun, seinen Stellvertreter Helomut Adam sowie die Beigeordneten Sabine Pleyer und Ferdinand Derigs dorthin entsandt.

Außerdem soll die Kindergarten-Koordinatorin Ursula Kindinger-Bickel zur Mitarbeit eingeladen werden sowie ein Mitglied des Vorstandes der evangelischen Kirchengemeinde Reichenbach. Der Gemeindevertretung stehen vier weitere Sitze zu, also einer für jede Fraktion.

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