Lautertal

Verkehr Um an den Wochenenden die Probleme rund um das Naturdenkmal in den Griff zu bekommen, gibt es neue Durchfahrtsverbote

Straßen am Felsenmeer künftig nur noch für Anwohner offen

Reichenbach.Der Lautertaler Gemeindevorstand hat eine Reihe von Maßnahmen beschlossen, um die Verkehrssituation am Felsenmeer zu verbessern. Nahezu 200 000 Besucher im Jahr überstrapazieren die Infrastruktur an dem Naturdenkmal zusehends.

Obwohl in den vergangenen Jahren immer neue Parkflächen geschaffen wurden, reichen die Plätze bei Felsenmeer-Wetter – trocken, nicht zu heiß – bei weitem nicht aus. Autofahrer, die auf den offiziellen Stellflächen keinen Platz finden, weichen an die Zufahrtsstraßen aus und in Reichenbach ins angrenzende Wohngebiet.

Bedingt durch den Bau des Informationszentrums (FIZ) in Reichenbach ballen sich die Probleme dort. Wer einen einfachen Einstieg sucht, steuert das FIZ an, obwohl das Felsenmeer auch von anderen Parkplätzen rund um den Felsberg aus gut zu erreichen ist. Damit die Anwohner entlastet werden und auch, damit die Rettungswege frei bleiben, soll die Lage künftig besser überwacht werden.

Im Frühjahr wurde bereits damit begonnen, über das Radio Hinweise zu geben, wenn der Parkplatz am FIZ voll ist. Besucher sollten dann auf die anderen Parkplätze – an den Römersteinen, am Ohlyturm und auch an der Kuralpe – ausweichen. Außerdem kann an der Lautertalhalle geparkt werden und inzwischen auch auf dem Aldi-Parkplatz in Reichenbach. Wegen der längeren Fußwege von dort aus sind diese Ausweich-Angebote aus Sicht der Gemeinde nicht ideal.

Bisher gibt es aber noch keine zündende Idee, wie ein Zubringer zum Felsenmeer organisiert werden könnte. Denn dabei ist Flexibilität gefragt: Erst kurz vor einem Wochenende ist am Wetterbericht ablesbar, ob es zu einem Besucheransturm kommen könnte. Insgesamt sind es lediglich acht bis zehn Wochenenden im Jahr, an denen die Massen an das Naturdenkmal strömen.

Daher setzt die Gemeinde auch auf andere Lösungen, zum Beispiel die Verkehrslenkung. Für den Parkplatz am Felsenmeer werden noch Helfer gesucht, die sich als Ansprechpartner zur Verfügung stellen, wenn der Platz dort knapp wird. Sie sollen dann direkt ankommende Besucher auf die anderen Parkmöglichkeiten verweisen.

Bauhof baut Schilder auf

Ab diesem Wochenende soll eine bessere Beschilderung helfen, die Probleme zu lindern. Geplant ist, an den Einmündungen der Balkhäuser Straße und des Seifenwiesenwegs in die Beedenkircher Straße halbseitige Sperrungen aufzubauen mit einem Durchfahrtsverbot. Auch auf dem Seifenwiesenweg aus Richtung Felsenmeer in Höhe des Kochengrabens soll eine solche Sperre aufgebaut werden. Die Durchfahrt soll dann nur noch Anwohnern erlaubt sein. Wobei Bürgermeister Andreas Heun betont, dass auch Leute durchfahren dürfen, die in dem Wohngebiet einen Besuch planen. Auch Krankentransporte und der Lieferverkehr seien nicht betroffen. Lediglich der Durchgangsverkehr vom und zum Felsenmeer solle damit umgelenkt werden.

Der KMB-Bauhofservice soll die Schilder aufstellen. Sie werden jeweils bereits freitagsvormittags aufgebaut werden und bis Montag stehen bleiben. Anders sei das wegen der Arbeitszeiten der Bauhof-Mitarbeiter nicht machbar, sagte Heun.

An der Ecke Seifenwiesenweg / Beedenkircher Straße wird es an diesem Wochenende noch keine Absperrung geben. Grund ist die Baustelle mit Ampelregelung direkt angrenzend auf der Beedenkircher Straße. Erst wenn die Straße wieder frei ist, werde auch diese Einmündung an den Wochenenden beschildert.

Die Premiere an diesem Wochenende ist auf den Streuobst-Aktionstag abgestimmt, der am Sonntag, 15. September, im FIZ ist. In den kommenden Wochen werden die Schilder immer dann aufgestellt werden, wenn absehbar ist, dass viele Besucher ans Felsenmeer kommen werden.

Die Saison startet erfahrungsgemäß nun noch einmal durch mit einem Höhepunkt am Nationalfeiertag, dem 3. Oktober. Nach den Herbstferien ist es dann noch stärker vom Wetter abhängig, wie lange das Naturdenkmal Besucher anzieht. Danach versinkt das Felsenmeer in die Winterruhe.

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