Lautertal

Nachruf Karl Scharschmidt im Alter von 85 Jahren gestorben

Trauer um den „Eck-Karl“ in Reichenbach

Archivartikel

Reichenbach.Ein Reichenbacher Original ist tot. Nach langer schwerer Krankheit verstarb in der Beedenkircher Straße Karl Scharschmidt. Scharschmidt war Zimmermann, Pappenmacher, Feuerwehrmann, Hobbylandwirt und „Traktorfahrer in allen Lebenslagen“ und wurde in Reichenbach wegen seiner Herkunft aus dem „Eck“ normalerweise nur „Eck-Karl“ genannt.

Karl Scharschmidt wurde 1934 in Reichenbach geboren, in der evangelischen Kirche getauft und ging hier auch zur Schule. 1949 wurde er zusammen unter anderem mit dem erst kürzlich verstorbenen Heinrich Laut aus der Schuhgasse und dem späteren Pfarrer Valentin Kaffenberger aus dem Falltorweg konfirmiert.

Er lernte den Beruf des Zimmermanns, arbeitete aber schon kurz nach dem Erhalt des Gesellenbriefes in der Pappenfabrik Tempel in Elmshausen. Dort war Scharschmidt 43 Berufsjahre lang tätig. 1958 heiratete er Gerda Hechler aus Elmshausen. Mit ihr hat Karl Scharschmidt sechs Kinder, die mit inzwischen zehn Enkelkindern überwiegend in Lautertal leben. Nach seiner Verrentung 1997 widmete Scharschmidt sich als Hobbylandwirt verstärkt seinen Wiesen und Feldern. Regelmäßig sah man ihn auf seinem roten Bulldogg der Marke Porsche durchs Dorf fahren.

Mit ihm holte er auch einmal in der Woche für seine große Familie Getränke im Supermarkt. Auch diese Gelegenheit nutzte der immer freundliche und gut aufgelegte „Eck-Karl“ gerne zu einem Schwätzchen mit seinen Mitbürgern. Nach der Erkrankung seiner Frau und trotz großer eigener gesundheitlicher Probleme kümmerte er sich mit Unterstützung seiner Tochter Heike Röhm um Haus und Hof. Jetzt verstarb er im Alter von 85 Jahren. he

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