Lautertal

Grundschule Elmshausen 21 Erstklässler sind eingeschult worden / Die älteren Schulkinder boten ihnen ein musikalisches Willkommensprogramm

Viel Vorfreude auf erste Schreib- und Leserversuche

Elmshausen.Schnell wird der Betrachter wieder an seinen ersten Schultag erinnert. Auch wenn dies schon viele Jahre zurückliegt, hat sich eigentlich seitdem nicht viel geändert. Die Motive auf den nagelneuen Ranzen und den reichlich gefüllten Schultüten reichen von Polizeiwagen, Raumschiffen bis zu Schmetterlingen oder auch Pferden. Auch sonst ein gewohntes Bild: erwartungsfrohe Kinder, stolze Eltern und Großeltern.

Nach einem Gottesdienst in Schönberg hatten sich 19 von insgesamt 21 Schulanfängern am zweiten Tag nach den Sommerferien bei der Einschulungsfeier der Grundschule Elmshausen im Festzelt am Sportplatz des TSV Elmshausen eingefunden. Wo vor zwei Tagen noch Schlagersänger Rico Bravo für ausgelassene Stimmung bei der Elmshäuser Kerb gesorgt hatte, durften jetzt die Schulkinder der Klassen 2 bis 4 auf der Bühne stehen. Sie hießen die Neuankömmlinge, die in der ersten Reihe wie an einer Schnur aufgereiht Platz genommen hatten, und auch deren Angehörige mit einem Lied willkommen. „Ihr lieben Leute, in unserer Schule begrüßen wir Euch heute“, eröffneten die jetzt schon „alten Hasen“ in ihren knallroten Schul-T-Shirts unter der musikalischen Leitung von Dorothee Schumacher die morgendliche Feier. Dabei wurden die Neuen musikalisch schon mal auf eine wichtige Schulregel aufmerksam gemacht. „In der Pause dürft ihr auf dem Schulhof springen, schreien, laufen, nur nicht raufen“ hieß es da unter anderem.

Stück erzeugte viele Lacher

„Sicher habt ihr viele Fragen...“, gab der Liedtext auch einen Vorgeschmack auf die vielen Informationen, die in den nächsten Tagen sicher noch auf die Kinder und ihre Eltern einprasseln werden. „Meist brauchen die Eltern aber länger als ihre Kinder, um sich einzugewöhnen“, stellte Jaqueline Brooks in ihrer Ansprache fest. Sie hat diese Aufgabe in Vertretung von Schulleiterin Melanie Sauer übernommen, die Grüße ausrichten ließ und verhindert war, weil auch sie ihr Kind bei einer Einschulungsfeier begleitete.

„Ihr dürft jetzt vier Jahre zu uns in die Schule kommen“, machte Brooks den Kindern Appetit auf diesen neuen Lebensabschnitt. „Aber das mit dem neuen Lebensabschnitt habt ihr sicher in letzter Zeit öfters zu hören bekommen“, fügte sie hinzu – und erhielt aus einigen Kindermündern sogleich auch die Bestätigung für ihre Aussage.

Anschließend erfuhren die Erstklässler, dass nicht nur Kinder an ihrem ersten Schultag aufgeregt sind, sondern auch die Lehrer. In dem Stück „Frau Hoppes erster Schultag“, das von den Schülern der vierten Klasse mit Begeisterung aufgeführt wurde, wälzt sich die neue Lehrerin Henriette Hoppe in der Nacht vor ihrem ersten Tag an der neuen Schule unruhig im Bett hin und her. Sie findet weder ruhigen Schlaf, noch den Weg zur Schule, geschweige denn die richtige Bekleidung, was für allerlei Lacher im Publikum sorgt. Das Stück endet schließlich mit einem Gong. Nicht ganz. Denn ein scheinbar noch nicht schulpflichtiges Kind kommentiert den Gong aus dem Zuschauerbereich mit einem deutlich vernehmbaren „Helau“, was nicht nur für für den krönenden Abschluss, sondern auch für viel Gelächter sorgt.

Auch die zweite Klasse hat sich mit Klassenlehrerin Vivienne Stadler etwas für die Erstklässler ausgedacht. Mit einem Anlaut-Rap machen die Schulkinder die Frischlinge neugierig auf die ersten Schreib- und Leseversuche.

Dann wurde es für die Kinder Zeit, nicht nur den „Ernst des Lebens“, sondern auch ihren Schul-Paten kennenzulernen, den jedes Kind aus den Reihen der Viertklässler zugeteilt bekam. Klassenlehrerin Katrin Emig nahm freudig ihre neuen Schüler in Empfang, die Paten trugen die überwiegend rosa-pink- und türkis-blau-farbenen Schultüten und losging es in Zweierreihen zur neuen Heimstätte der nächsten vier Jahre, dem Klassenzimmer.

Während die Kinder aus dem Blickfeld der Eltern verschwanden, gab Jaqueline Brooks abschließend noch einige Informationen bekannt. Und damit die erste Trennung nicht so schwerfiel, hatten Eltern der zweiten Klasse Kaffee, Kuchen und Brezeln für die Gäste gespendet. „Deren Verkaufserlös kommt der Klassenkasse zugute“, wie Thomas Finn-Peters mitteilte.

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