Lautertal

Vom Konflikt zwischen Arm und Reich

Zachäus war ein jüdischer Zollpächter aus Jericho. Das Neue Testament berichtet von seiner Begegnung mit Jesus. Zachäus war „Oberster der Zöllner“ und ein „Reicher“. Im Gegenzug dazu war er ein Mann von kleiner Gestalt. Er kletterte eines Tages auf einen Baum, um den von einer Volksmenge erwarteten Einzug Jesu in die Stadt beobachten zu können. Völlig überraschend wird er von Jesus im Vorbeigehen mit seinem Namen begrüßt und Jesus kehrt danach in Zachäus’ Haus ein.

Die Menschen in der Menge murren darüber: Bei einem Sünder sei er eingekehrt, hieß es. Aufgrund der Zuwendung Jesu ändert jedoch Zachäus sein bisheriges Leben. Er gelobt vor Gott, die Hälfte seines Besitzes an die Armen zu geben sowie Geraubtes in vierfacher Weise zu erstatten. Jesus beantwortete dies mit der Heilszusage für die Familie des Zollpächters.

Die Geschichte veranschaulicht einen Grundzug der Verkündigung Jesu, welcher sich gerade den damals in Israel verachteten Gruppen zuwandte. Die Einkehr bei Zachäus zeigt, wie Jesus die „Sünder“ sah. Er durchbrach mit solchen Handlungen auch deren Isolation und schenkte ihnen als ihr Gast Gottes Gegenwart.

Der Konflikt zwischen Armen und Reichen wird durch die unerwartete Begegnung zwischen Jesus und dem Vertreter der reichen jüdischen Oberschicht, die von der Ausbeutung der armen Mitjuden lebte, überwunden. cf

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