Lautertal

Finanzen Grund- und Gewerbesteuer werden im kommenden Jahr nicht erhöht / An anderer Stelle sind Mehrkosten zu erwarten

Wasserversorgung wird wohl teurer

Archivartikel

Lautertal.Die Lautertaler Bürger müssen im nächsten Jahr nicht mit weiteren Steuererhöhungen rechnen. Der Haushaltsentwurf des Gemeindevorstandes sieht keine Veränderung an den Hebesätzen der Grund- und Gewerbesteuern vor. Allerdings heißt das auch, dass es unter anderem bei dem Rekordwert von 1050 Punkten bei der Grundsteuer B für bebaute und bebaubare Grundstücke bleibt.

Mehrkosten sind allerdings bei der Wasserversorgung zu erwarten. Bürgermeister Andreas Heun berichtete in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung, hier bestehe eine Unterdeckung von rund 250 000 Euro, die durch höhere Gebühren ausgeglichen werden müsse. Heun rückte von der Prognose seines Amtsvorgängers Jürgen Kaltwasser ab, die Sanierung der Wasserversorgung werde den Preis um rund einen Euro pro Kubikmeter steigen lassen. „Das geht über einen Euro hinaus.“ Lautertal habe hohe Kosten bei der Unterhaltung der großen und weit verzweigten Infrastruktur, erinnerte er.

545 000 Euro an Ausgaben

Gleichzeitig werden wohl die Abwassergebühren sinken. Hier gebe es einen Überschuss von 160 000 Euro, der an die Bürger weitergegeben werden müsse. Unter dem Strich müssten die Einwohner Lautertals mit Mehrkosten von gut zwei Euro pro Kubikmeter rechnen, wenn man Wasser- und Abwassergebühren zusammennehme.

Derzeit betragen die beiden Abgaben zusammen 6,52 Euro. In die Wasserversorgung soll im nächsten Jahr weiter investiert werden. Im Rahmen des vor zwei Jahren beschlossenen Sanierungskonzepts seien Ausgaben in Höhe von 545 000 Euro vorgesehen, berichtete der Bürgermeister.

Mittel für die Lautertalhalle

Investiert werden soll auch in die Lautertalhalle. Hier sind für weitere Brandschutzeinrichtungen 60 000 Euro nötig. Das Geld sei bereits im Haushalt für das kommende eingeplant, nahm Heun Spekulationen den Raum, die Halle solle demnächst geschlossen werden. Der Gemeindevorstand habe sich darauf festgelegt, die Halle so lange wie möglich zu erhalten – sofern das finanzierbar sei, schränkte Heun allerdings ein.

Da es sich um eine freiwillige Leistung handele, könne er keine Garantie abgeben, dass das nötige Geld immer da sei, betonte der Verwaltungschef. Die Gemeinde dürfe sich allerdings auch nicht „kaputtsparen“.

Heun rief die Vereine dazu auf, mit der Gemeinde zusammenzuarbeiten. „Wir müssen eine gemeinsame Lösung finden.“

In einem Gespräch mit dieser Zeitung hatte der Bürgermeister darauf verwiesen, dass die Lautertaler Vereine nicht auf den als Sport- und Mehrzweckhalle konzipierten Bau in Elmshausen angewiesen seien. Denkbar sei beispielsweise, dass die Gemeinde die Halle verkaufe und vom Erlös eine neue, moderne Sporthalle errichte.

In eine ähnliche Richtung argumentiert Hans Seeger, der frühere Vorsitzende der Wirtschaftsvereinigung Lautertal, in einer Publikation, die Heun am Donnerstag an die Gemeindevertreter verteilen ließ.

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