Lautertal

Europaplatz

Zeichen der Zeit wurden verkannt

Nachdem in vielen Kommunen darum gerungen wird, mittels öffentlichen Grüns die Temperaturen in den Besiedlungen wegen des Klimawandels abzusenken, scheint man in Reichenbach darauf bedacht, möglichst viel Grün aus dem Ort zu entfernen. Dabei weiß man doch, dass beschatteter Straßenbelag sich weniger erwärmt.

Allein in Reichenbach sind in den vergangenen Jahren zahllose Bäume verschwunden, ohne dass irgendwo Ersatzpflanzungen vorgenommen wurden. Der alte Reichenbacher Friedhof wurde nach und nach abgeholzt, es folgte die Baumfällung rund um den neuen Friedhof.

Auf dem Gelände des Reichenbacher Kindergartens wurde eine große Fichte entfernt, von Ersatzpflanzung wurde nichts bekannt, sämtliche Bäume wurden auf dem Destag-Gelände gerodet. Hier könnte als Ersatz doch wenigstens der Europa-Platz erhalten werden. Er ist die einzige Grünanlage im ganzen Dorf, wo man ein schattiges Plätzchen zum Ausruhen finden kann.

Das Argument, dass sich rund um Reichenbach ja „genügend Natur“ befinde, wird durch einen Blick nicht nur auf die abgestorbenen Fichtenbestände widerlegt, auch die übrigen Buchenmischwälder sehen in diesem Jahr stark geschädigt aus, so dass die Zukunft unserer Wälder ungewiss scheint.

Der Europa-Park verfügt über wunderbaren alten Baumbestand, etwa eine prächtige Japanische Zierkirsche und eine Rebpflanzung aus der Partnergemeinde Jarnac sowie den steinernen Kuchen und über viele schattige Plätze.

Es wäre zu hoffen, dass sich noch der Lautertaler Verschwisterungsverein APEG, sowie der Verschönerungsverein Reichenbach sich öffentlich für den Erhalt des Parks stark machen werden und viele weitere Unterstützer.

Stefanie Richter

Reichenbach

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