Leserbrief

Aus für das Gewerbegebiet

Alles Geld fließt an die Bergstraße und ins Ried

Nach dem Nein aus Rimbach herrscht Ratlosigkeit, BA vom 7. März

Ende der 1980er Jahre beklagte der Geschäftsführer der Ciba-Geigy Marienberg GmbH den Rückbau der Bundesstraße 47. Alle Rohstoffe für die Firma wurden über die B 47 angeliefert. Alle Veredlungsprodukte aus Marienberg verließen den Odenwald über die B 47. Dieses höchst wertschöpfende Unternehmen ging dem vorderen Odenwald verloren.

Vor dem geplanten Zotzenbacher Gewerbegebiet liegt die vom Verkehr äußerst stark frequentierte B 38, die seit Jahren auf ihre Ortsumgehungen wartet. Welcher Gewerbetreibende will sich an dieser Stelle ansiedeln, wenn es an der Bergstraße und im Ried mehrere Autobahnen, breite Bundesstraßen und mehrere Bahnstrecken gibt?

Alles Geld fließt an die Bergstraße und ins Ried. Die Odenwälder sollen mit ihrem viel schwerer verdienten Geld sich selbst aus dem Wirtschaftssumpf ziehen, der vom Land Hessen und vom Kreis Bergstraße herbeigeführt wurde.

Das beste Beispiel ist das Luisenkrankenhaus in Lindenfels. Im Grundgesetz ist festgehalten, dass für „die wirtschaftliche Sicherung der Krankenhäuser und die Regelung der Krankenhauspflegesätze“ der Bund und die Länder zuständig sind.

Das Land Hessen hat seine Zuständigkeit für die wirtschaftliche Sicherung des Lindenfelser Krankenhauses grundgesetzwidrig verweigert. Das hat der Kreistag in Heppenheim mehrheitlich unterstützt. Damit haben die Odenwälder Höhengemeinden rund um Lindenfels und der vordere Odenwald einen weiteren wertschöpfenden Betrieb verloren.

Offensichtlich fehlen den Bergsträßer Politikern die unternehmerischen Fähigkeiten.

Hermann Erb

Lindenfels

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