Leserbrief

Bürgerhaus

Alles nur Getöse im Wahlkampf?

"Bürgerhaus soll saniert werden": BA vom 1. Februar 2014

Bravo, endlich hat sich die schwarz-grüne Koalition zu einer Entscheidung in Sachen Bürgerhaus durchgerungen. Es soll nun doch saniert werden. Man beugt sich der politischen Stimmungslage vor der Bürgermeisterwahl und geht auf Stimmenfang für den schwarz-grünen Kandidaten Rolf Richter, der angeblich ein Machtwort gesprochen haben soll. So konnten wir es am Samstag in der Zeitung lesen.

Was dabei aber irritiert, sind die Zahlen, die in der Zeitung zu lesen waren: 7,6 Millionen Euro brutto für einen Neubau. Wurde im März 2013 im Vorfeld des Bürgerentscheides nicht noch von acht Millionen Euro gesprochen? Was hat die Kosten für den Neubau sinken lassen?

Als Grundlage für die Kalkulation der Komplettsanierung diente die Berechnung der Architekten Klinger und Brückmann. Diese hatten vor über einem Jahr für die Bürgerinitiative die Kosten zusammengestellt - so der Artikel des BA am Samstag. Die Kosten wurden jetzt mit 8,07 Millionen Euro brutto angegeben. Das der Bürgerinitiative vorliegende Gutachten kalkulierte jedoch lediglich Kosten von 7,4 Millionen Euro brutto. Woher kommt die plötzliche Kostensteigerung?

Ist es der schwarz-grünen Koalition wirklich ernst mit einer Sanierung? Ich habe da so meine Zweifel, wenn ich sehe, welcher Zahlensalat schon wieder produziert wird.

Auch die wundersame Veränderung der Kosten stimmt mich nachdenklich.

Alles nur Wahlkampf-Getöse?

Gudrun Gumb

Bensheim

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