Leserbrief

Riedwiese

Ansiedlung wäre keine faire Lastenverteilung

Den Ausführungen bei der Stadtverordnetenversammlung am 21. Juni haben wir mit großem Interesse zugehört. Nach Auffassung der im Magistrat vertretenen Parteien CDU, GLB und BfB soll es sich bei der geplanten und von ihnen unterstützten Verlagerung des Baustoff- und Transportunternehmens aus Fehlheim an die Riedwiese um eine faire Lastenverteilung handeln.

Einer signifikanten Verbesserung für die Bürger in Fehlheim und Schwanheim stehe eine kaum wahrnehmbare Belastung der Bürger im Süd-Westen von Bensheim gegenüber.

Verkehr wird zunehmen

Dieser Argumentation könnte man noch halbwegs folgen, wenn es sich lediglich um die Verlagerung des heutigen Baustoff- und Transportunternehmens und des damit verbundenen zusätzlichen Verkehrsaufkommens handeln würde. Wie die Stadt Bensheim allerdings sicherstellen will, dass die Lastwagen ausschließlich über die Straße An der Riedwiese zum Betriebsgelände fahren, bleibt uns ein Rätsel.

Eine Sperrung des Berliner Rings für Lkw ist in Anbetracht des hier angesiedelten Baustoff- und Transportunternehmens kaum anzuordnen.

Da dies nicht möglich ist, basiert diese Aussage wohl eher auf einer logischen Vermutung oder einer rechtlich nicht durchsetzbaren Zusage des Unternehmens, dies ihren Fahrern vorschreiben zu wollen.

Das Recyceln von Bauschutt und Straßenabbruchmaterial gehört bislang nicht zum existierenden Geschäft des Baustoff- und Transportunternehmens. Insofern werden die Stadtteile Fehlheim und Schwanheim auch nicht mit den Auswirkungen dieses Lärm und Staub emittierenden Gewerbes belastet.

Deal zu Lasten Dritter

Eine Verlagerung der Firma an die Riedwiese und die dabei vorgesehene Erweiterung des Geschäftes wie geplant, stellt somit in keiner Weise eine faire Lastenverteilung dar. Es ist vielmehr eine zusätzliche erhebliche Schlechterstellung für die betroffenen Menschen im Süd-Westen von Bensheim, für die Karl-Kübel-Schule und für die hier ansässigen Gewerbebetriebe.

Nach unserer Auffassung würde es sich bei einer in solcher Weise durchgeführten Verlagerung des Baustoff- und Transportunternehmens keineswegs um einen fairen Lastenausgleich handeln, sondern vielmehr um einen Deal zu Lasten Dritter.

Eine Umsiedlung in den Stubenwald, wo ausreichend Fläche für ein Transportunternehmen mit einer Recyclinganlage zur Verfügung steht, erscheint sehr viel besser geeignet. Denn im westlichen Stubenwald ist die Wohnbebauung sehr weit entfernt und damit die Beeinträchtigung weitaus geringer. Die Anbindungen an die Autobahn 5 und die A 67 zur An- und Abfahrt sind bestens.

Bürgerinitiative Riedwiese Süd

Christine Klein

Bensheim

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