Leserbrief

Bezahlung

Auch an die Pflegekräfte denken

Schon seit Längerem ist bekannt, dass im gesamten Pflegebereich ein eklatanter Mangel an Arbeitskräften herrscht und auch, dass jene, die diese schwere Arbeit auf sich nehmen, miserabel bezahlt werden. Allerdings hatte man den Eindruck, dass die dafür Zuständigen die Probleme vor sich herschieben, nach dem Motto: „Immer davon reden, nie daran denken.“

Unlängst hat der rührige Gesundheitsminister Spahn versucht, Arbeitskräfte aus dem europäischen Ausland anzuwerben, was schon längst hätte geschehen können. Ihm ein Lob dafür. Jedoch an der finanziellen Situation, die meines Wissens zum Teil auch von den jeweiligen Arbeitgebern abhängt, hat sich nichts geändert. Oder bin ich da nicht aktuell informiert?

Jetzt hat die Bundesregierung ein gewaltiges Hilfspaket unter anderem für Kleinunternehmer, kleine Selbstständige – auch Künstler – aufgelegt. Auch dafür ein Lob.

Aber hätte man bei dieser Gelegenheit nicht auch mal an die in der Pflege tätigen Beschäftigten denken können?

Wenn man von Staats wegen auch nicht überall Einfluss auf die Lohngestaltung nehmen kann, wäre da nicht eine einmalige Zahlung an die gerade jetzt extrem beanspruchten und gefährdeten Pfleger/innen möglich und sinnvoll gewesen? Als kleine Anerkennung und um neue Motivation zu schaffen.

Joachim Mandrysch

Bensheim

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