Leserbrief

Bushaltebuchten

Barrierefreier Ausbau geht auch bei 50 Metern Länge

Sanierung der B 47 in Gadernheim:

Beim Planen der B 47 scheiden sich die Geister. Sonst würden sie nicht so unlogische Aussagen zum Ausbau abgeben. Der Ausbau hätte schon vor acht Wochen am Ortseingang von Gadernheim beginnen können, weil schon zwei Drittel des Kanals angeschlossen sind. Es könnte die Straße bis an das ehemalige Rathaus in Angriff genommen werden.

Die B 47 soll nur 14 Zentimeter tief abgefräst werden, um sie neu zu asphaltieren – was ich für einen Fehler halte, da der passende Unterbau fehlt und sich nach drei Jahren die ersten Risse wieder bilden werden. Warum wurden die B 38 in Fürth, die Straße in Elmshausen und die Straße zwischen Gadernheim und Raidelbach 55 Zentimeter tief ausgekoffert, wo doch die Straße durch den Schwerlastverkehr sehr stark beansprucht wird?

Das gleiche gilt für den Planer von Hessen Mobil, der bei einer Bauausschuss-Sitzung große Reden geschwungen hat, wie die Bushaltebuchten in Gadernheim ausgebaut werden müssten. Die Haltebucht an der Linde müsste um 18 Meter verlängert werden, damit der Bus regelgerechthalten kann, so dass alle barrierefrei ein- und aussteigen können, wie es das Gesetz vorschreibt. Dann sollte auch noch eine Böschung abgetragen werden, wo keine ist. Und dieser ganze Unsinn sollte durch Planung und Umsetzung zirka 50 000 Euro kosten, die auf die Gemeinde zukämen.

Gemeinde könnte viel Geld sparen

Ich habe einen Plan, den ich in einer Stunde – und nicht in Tagen oder Monaten – gezeichnet habe, dem Bürgermeister und dem Bauamtsleiter der Gemeinde vorgelegt, wie man eine Haltebucht behindertengerecht und barrierefrei bei den vorhandenen 50 Metern Länge ausbauen kann, ohne dass der fließende Verkehr behindert wird. Die Autos, die im Stau warten müssen, würden ungehindert Kohlendioxid ausstoßen, was eigentlich verhindert werden soll.

Auf diese Weise könnte man alle noch vorhandenen Haltebuchten von Lindenfels bis Bensheim ausbauen, indem man einfach die vorhandenen Bordsteine auf zirka 20 Metern Länge durch behindertengerechte austauscht und gleichzeitig die Verbundsteine mit anhebt. Die vorhandenen Wartehäuschen bräuchten weder versetzt, noch erneuert werden. Dadurch könnten der Gemeinde mehrere Tausend Euro erspart bleiben.

Andere Gesetze in Fürth?

Wie im BA vom 24. April zu lesen war, wurden auf der B 38 in Fürth zwei vorhandene Haltebuchten sowie zwei neue behindertengerecht und barrierefrei im Auftrag der Gemeinde ausgebaut. Gelten für die B 38 und die B 47 verschiedene Gesetze? Die Bürgersteige und Haltebuchten in Lautertal befinden sich – genauso wie die in Fürth – in Gemeindeeigentum. Deshalb kann auch jede Gemeinde selbst entscheiden, wie was ausgebaut wird und nicht Hessen Mobil.

Würden die Haltebuchten so ausgebaut werden, wie ich es vorgeschlagen habe, könnten mit dem Geld, das durch die unsinnige Verlängerung auf 88 Meter eingespart wird, sämtliche weiteren Haltestellen in Lautertal in kürzester Zeit behinderten- und barrierefrei ausgebaut werden.

Werner Degenhardt

Gadernheim

Info: Leserbrief-Richtlinien unter bergstraesser-anzeiger.de/ leserbriefe

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