Leserbrief

Straßenverkehr

Behörden sollen Fahrradfahrer einbremsen

Es hat die dunkle Jahreszeit begonnen – und Dunkelmänner sind wieder vermehrt unterwegs. Ich meine damit nicht die diebischen Dunkelmänner, sondern die Radfahrer ohne Beleuchtung. So zu fahren ist heute Mode geworden, fördert dies doch die persönliche Freiheit.

„In“ ist, durch Fußgängerzonen und auf Gehwegen nicht nur zu fahren, sondern auch zu rasen; und dies besonders über Zebrastreifen. Hier sind wieder nur die Autofahrer zur Rücksichtnahme gefordert.

Fußgänger haben Vorrang

Auf dem Zebrastreifen (offiziell Fußgängerüberweg) hat nach der Straßenverkehrsordnung der Fußgänger absoluten Vorrang vor einem vorbeifahrenden Verkehrsteilnehmer (Vier- und Zweiräder). Steigt ein Radfahrer bei Überquerung der Straße auf dem Zebrastreifen nicht ab, ist er kein Fußgänger und hat damit keine Vorrangstellung und ist somit wartepflichtig gegenüber dem fließenden Verkehr.

Muss ein Autofahrer bei einer solchen Radfahrt über den Zebrastreifen bremsen, erfüllt der Radfahrer den Tatbestand der Nötigung, das ein Bußgeldverfahren nach sich ziehen kann. Auch bei einem Unfall hat er das Nachsehen. Wer hat nicht schon abbremsen müssen?

Unnötige Zeichnungen

Auch die vielen teilweise unnötigen Zeichnungen auf den Straßen tragen mehr zur Unübersichtlichkeit bei und müssen mit Steuergeldern teilweise wieder entfernt werden (aktuell Schwanheimer Straße). Auch bei den vielen Kreiseln herrscht zwischen Auto- und Radfahrer eine gewisse Unsicherheit.

Wir leben nun einmal in einer Gemeinschaft und da hat der Egoismus und die Individualität der Zweiradfahrer auch ihre Grenzen. Hier sind besonders die Behörden und die Radfahrvereine gefragt.

Siegfried Eschborn

Bensheim

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