Leserbrief

Klima

Das Ausmaß der Katastrophe ist noch nicht jedem klar

Die Verharmlosung des Weltproblems Klimawandel hat gefährliche Folgen. Trotz der weltweiten Schülerproteste durch Fridays for Future schiebt die Bundesregierung das Problem vor sich her, in der Europäischen Union scheitert ein Beschluss zur Schaffung von Klimaneutralität bis 2050, der US-Präsident Trump twittert täglich vielmals darüber, wie er die USA größer als China machen will, und verschweigt das Problem Klimawandel. Da ist die Argumentation eines Leserbriefschreibers verständlich, der fragt, warum gerade in seinem Umfeld erneuerbare Energie geschaffen werden solle.

Zwar wollen wir es nicht wahrhaben, aber es geht in den kommenden Jahren (ob wir noch 10, 12 oder 15 Jahre Zeit haben, weiß niemand genau) darum, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die Menschheit die Chance behält, die größte Katastrophe der Menschheitsgeschichte zu vermeiden.

Es geht nicht um ein besseres oder ein schlechteres Klima. Das wäre schön. Es geht um das Überleben von Hunderten von Millionen, ja von weit über eine Milliarde Menschen, wenn wir nicht rechtzeitig handeln.

Das ist kein Alarmismus, sondern die traurige Erkenntnis der über 20 000 Mitglieder von Science for Future. Aber obwohl inzwischen offener über das Problem gesprochen wird: Das Ausmaß der Katastrophe, die verhindert werden soll, ist in der Öffentlichkeit immer noch nicht verstanden worden.

Walter Böhme

Bensheim

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