Leserbrief

Kommunalpolitik

Der neuen Ersten Stadträtin eine Chance geben

Auch wenn es noch nicht amtlich ist, die Nachfolge von Helmut Sachwitz scheint geregelt. Da die „Chemie“ zwischen ihr, unserem Bürgermeister und seiner Bensheimer CDU stimmt, wird die neue erste Stadträtin Nicole Rauber-Jung heißen.

Die Zustimmung des Wahlvorbereitungsausschusses und ihre Wahl durch die Stadtverordnetenversammlung am 23. Mai ist angesichts der politischen Machtverhältnisse in Bensheim und der Absprachen innerhalb der Koalition nur noch Formsache. Erfreulich ist auf jeden Fall, dass eine Fachfrau die Position besetzen soll.

Man darf nun gespannt sein, ob Magistrat und Koalition das Projekt Haus am Markt jetzt erst einmal anhalten werden, um der zukünftigen Baudezernentin die Chance zu geben, sich beim umstrittensten Bauvorhaben der Stadt eine eigene Meinung zu bilden.

Angst, das Gesicht zu verlieren

Darauf hoffen darf man aber nicht. Vielmehr ist zu befürchten, dass Magistrat, die MEGB und die Koalition nach dem Motto „Augen zu und durch“ handeln werden und den von den Stadtverordneten abgesegneten Beschluss zum Abriss und Neubau des Hauses schnellstmöglich in die Tat umsetzen werden. Dies allein schon aus Furcht, nach den monatelangen Auseinandersetzungen das Gesicht zu verlieren.

In den dann zu erwartenden heftigen Auseinandersetzungen während der Bauzeit, wenn klar wird, welch negative Auswirkungen die Bauarbeiten auf die Innenstadt, die dortigen Geschäfte und die dort wohnenden Menschen haben, läuft die frisch ins Amt gewählte Erste Stadträtin Gefahr, gleich zu Anfang politisch verbrannt zu werden.

Christine Klein

Bensheim

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