Leserbrief

Bundeswehr

Deutsche Soldaten haben vor der russischen Grenze nichts verloren

„Ein Bergsträßer hat in Litauen das Kommando übernommen“, BA vom Donnerstag, 8. August

Der BA berichtet von einem Bergsträßer Bundeswehr-Offizier, der im Auftrag der „leading nation“ Deutschland Litauen vor der russischen Bedrohung schützt. Der tendenziöse, mit stolzgeschwellter Brust geschriebene Artikel kann nicht unwidersprochen hingenommen werden. Sowohl ich als auch immer mehr andere Europäer haben es satt, die US-Militärabenteuer in aller Welt zu finanzieren.

Der ökonomische Faktor

Ich frage mich, wen wir als NATO-Verbündete mit der uns aufgezwungenen Sanktionspolitik mit viel Geld und mit eigenen Truppen wirklich unterstützen. Ist es nicht in Wahrheit der militärisch-industrielle Komplex, der mittlerweile zum wichtigsten ökonomischen Faktor in den USA geworden ist, Millionen von US-Bürgern in Lohn und Brot hält und einer sehr, sehr kleinen überschaubaren Gruppe von megareichen transatlantischen Globalisten die Taschen füllt?

Die hauptsächlich amerikanische Kriegsindustrie benötigt dringend alte und neue Feindbilder, um das gigantische Militärbudget zu rechtfertigen, das Steuerzahler aus den NATO Ländern mit einer Summe von über 1000 Milliarden Dollar „Verteidigungs“-Ausgaben aufbringen müssen. Und das alle zwölf Monate neu. Der jährliche Militärhaushalt Russlands hingegen beläuft sich derzeit auf über 60 Milliarden Dollar. Allein schon dieser Vergleich zeigt, wie absurd der seit Jahren gebetsmühlenartig vorgebrachte Vorwurf ist, dass Europa von Russland bedroht wäre.

Russland wird dämonisiert

Die Mischung aus Propaganda, Halbwahrheiten und Lügen, die Russland dämonisiert und als Aggressor darstellt, leuchtet immer weniger Menschen ein. Die Mehrheit der Menschen in unserem Land ist vielmehr an einem guten und nachbarschaftlichen Verhältnis zu Russland interessiert.

Und ein Letztes: Insbesondere deutsche Soldaten haben 75 Jahre nach der Beendigung der Belagerung Leningrads, welche für über eine Million russische Zivilisten den Hungertod bedeutete, vor der russischen Grenze nichts verloren, aber auch garnichts!

Reinald Engelbrecht

Lautertal-Beedenkirchen

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