Leserbrief

Luisenkrankenhaus

Die mächtigen Regionen im Kreis werden gefördert

"Standort Lindenfels soll bleiben", BA vom 16. November

Die Worte des Bundestagsabgeordneten Dr. Meister zum Luisenkrankenhaus hören wir Odenwälder vor den Wahlen sehr wohl. Allein uns fehlt der Glaube. Nennt doch das Krankenhausfinanzierungsgesetz in Paragraf 9 die Fördertatbestände: (1) Die Länder fördern auf Antrag des Krankenhausträgers Investitionskosten, die entstehen (...) zur Erleichterung der Schließung von Krankenhäusern, (...) Umstellung von Krankenhäusern oder Krankenhausabteilungen auf andere Aufgaben, insbesondere zu ihrer Umwidmung in Pflegeeinrichtungen oder selbstständige, organisatorisch und wirtschaftlich vom Krankenhaus getrennte Pflegeabteilungen.

Wurde Herr Bock als Geschäftsführer des Katholischen Klinikverbundes Südhessen von der Caritas-Gesellschaft Saarbrücken zur "Abwicklung" des Luisenkrankenhauses ans Heilig-Geist-Hospital nach Bensheim abgeordnet?

Das Handeln unserer gewählten Vertreter stimmt nicht mehr mit unserem Grundgesetz überein. Dem strukturschwachen, ärmeren Odenwaldgebiet wird sein Krankenhaus mit 111 Betten weggenommen, damit im Krankenhaus-Ballungsgebiet in der wirtschaftlich starken Region Bensheim/Heppenheim noch mehr investiert und ausgebaut werden kann.

Im Kreis Bergstraße werden nicht die wirtschaftlich schwachen Regionen gefördert, sondern die wirtschaftlich starken. Das müssen wir Odenwälder bei der nächsten Wahl beachten.

Hermann Erb

Lindenfels

Das Wichtigste von heute
Newsticker Bergstraße
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional
Meistgelesene Artikel
Neueste Artikel