Leserbrief

Bürgermeisterwahl

Die Zeit des fairen Wahlkampfs ist vorbei

Nach dem schlechten Wahlergebnis des amtierenden Bürgermeisters Rolf Richter scheint es mit dem „fairen Wahlkampf“ für die CDU jetzt vorbei zu sein. Anders ist die anmaßende Forderung des Bensheimer CDU-Chefs an die unabhängige Bürgermeisterkandidatin nicht zu verstehen.

„Christine Klein müsse sich zunächst erklären, wie ihr Verhältnis zur SPD sei“, lässt Tobias Heinz im Bergsträßer Anzeiger vom 3. November verlautbaren. Dies ist genau die Art von Kommunikation und Politik, die viele Bürgerinnen und Bürger Bensheims bis obenhin satt haben. Welche Motive und Absichten unterstellt er ihr, unlautere? Herr Heinz möge sich erklären.

Kann er sich nicht vorstellen, dass Christine Klein als Mitglied der ältesten demokratischen Partei Deutschlands eine parteiunabhängige Bürgermeisterin für alle Bürgerinnen und Bürger Bensheims werden will und kann?

Denn genau das ist die erste Aufgabe einer Bürgermeisterin oder eines Bürgermeisters, die Vertretung der Interessen der gesamten Bürgerschaft unabhängig vom eigenen Parteibuch.

Eine solch hervorragende Persönlichkeit hatte die Bensheimer CDU mit dem langjährigen Bürgermeister Georg Stolle auch einmal in ihren eigenen Reihen. Aber das ist lange her.

Udo Bergmann

Bensheim

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