Leserbrief

Erschossene Hunde

Ein klares Fehlverhalten des Jägers

Vorurteile lassen sich besser brüllen als Fakten, BA-Leserforum vom 5. Dezember

Der Schreiberin des Leserbriefes stimme ich in vielerlei Hinsicht zu. Dass nichts vorliegt, aus dem sich auch nur im Ansatz ein Fehlverhalten des Jägers ergibt, wie sie schreibt, dem möchte ich jedoch vehement widersprechen.

Hundehalter müssen sich an Ge- und Verbote halten und Jäger haben das Recht, wildernde Hunde, im besten Fall nach sorgfältiger Abwägung der Situation, zu erschießen. Das steht außer Frage und was letztlich an dem Tag im Wald vorgefallen ist, weiß nur der Schütze selbst.

Was ich allerdings nicht nachvollziehen kann, ist, weshalb ein Jäger, der verantwortungsvoll und im Einklang mit Gesetzen und Verordnungen gehandelt hat, zwei von ihm erschossene Hunde einfach so im Gebüsch entsorgt.

In so einem Fall wäre der richtige Weg, umgehend die Polizei zu verständigen und den Vorfall zu melden. Das hat der Jäger aber nicht getan. Erst nach Befragung durch die Polizei hat er den Vorfall geschildert und die Polizisten zu den toten Hunden geführt. Das konnte man den Zeitungsberichten entnehmen.

Hier liegt für mich ein klares Fehlverhalten des Jägers vor – und man hat den Eindruck, dass der Vorfall von ihm vertuscht werden sollte. Jeder Jäger, der seinen Auftrag ernst nimmt und mit Herz und Verstand agiert, sollte sich klar von so einem Verhalten distanzieren.

Anja Knaup

Einhausen

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