Leserbrief

Café Extrablatt

Einfach sagen, wie hoch Vertragsstrafe denn wäre

Große Strafzahlungen kommen auf die Stadt Bensheim zu, wenn der mit dem „Café Extrablatt“ vereinbarte Vertrag nicht erfüllt wird. „In Teufels Küche“ könne die Stadt deshalb kommen. Schon aus diesem Grund sei der Bau eines neuen Hauses am Markt für die Stadt Bensheim von größter Bedeutung.

So berichtete es Franz Apfel, Fraktionsvorsitzender der BfB, in der Stadtverordnetenversammlung am 7. November, so ließ er es nun erneut im Bergsträßer Anzeiger vom 3. Dezember verlautbaren – ohne konkrete Zahlen der zu erwartenden Vertragsstrafe zu nennen. So etwas nennt man Verfügen über Herrschaftswissen“.

Keine Nebelkerzen werfen

Der von der MEGB mit Café Extrablatt geschlossene Vertrag zum Haus am Markt ist ein bis heute bestens gehütetes Geheimnis, das der Bensheimer Bürgerschaft bislang noch nicht offenbart wurde.

Franz Apfel ist einer der Beiräte der MEGB und hat damit Kenntnis über die Details des Vertrages. Wenn er schon solch öffentliche Aussagen macht, dann soll er bitte Ross und Reiter nennen – und sagen, wie hoch die zu erwartende Strafe ist, für die die Bensheimer Bürger mit ihren Steuergeldern einzustehen hätten.

Unterlassen soll er aber den Versuch, mit solch nebelhaften Aussagen zu suggerieren, dass ein neues Haus am Markt mit einem Café Extrablatt unverzichtbar sei und ein „Muss“ ist. Solche Nebelkerzen zu werfen, stärkt nicht das Vertrauen in die handelnden politischen Akteure.

Udo Bergmann

Bensheim

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