Leserbrief

Rückschnitt im Stadtpark

Fachmann lobt Stadtgärtner für sehr gute „Sanierung“

Leserbrief zu „GUD kritisiert ,Radikalschnitt’ im Stadtpark“ (BA, 25. März).

Nach der Lektüre des Artikels über den „Radikalschnitt“ im Zwingenberger Stadtpark habe ich mir den vermeintlichen Pflanzen-Frevel selbst angesehen. Aus fachlicher Sicht sind die Büsche und Sträucher sehr gut „saniert“. Genau zur rechten Zeit und für meinen Geschmack noch zu zaghaft. Die ergiebigen Niederschläge im Frühjahr gewähren einen zügigen Neuaustrieb in Bodennähe.

Die alten Sträucher und Büsche haben 2018 unter Trockenheit gelitten. Untenrum wurde es kahl und oben zu beschattet für eine natürliche Regeneration der Pflanzen. Wer eigene Pflanzen zu versorgen hat, der weiß, dass man Rosen, Büsche und Bäume kräftig zurückschneiden muss, damit sie nicht vergreisen.

Sattes Grün wird der Lohn sein

Die Pflanzen belohnen das, in dem sie buschig neu austreiben, wieder einen schönen Habitus bekommen und mehr Blütenansätze in Sichthöhe entwickeln. Liebe Zwingenberger: Euer Park ist schön, wirkt gut gepflegt und belohnt euch in den Folgejahren mit sattem Grün. Eine alternative Neuanpflanzung ist keinesfalls besser und finanziell unwirtschaftlich. Die alten Pflanzen haben schon ein gutes Wurzelwerk und vertrocknen nicht in heißen Sommermonaten, so wie es bei Neupflanzungen oft traurig anzusehen ist.

Seid froh, dass die Grünpflanzen keinen Virus haben, das gibt’s im Pflanzenreich nämlich auch, und freut euch an euren schönen Grünanlagen.

Gerhard Bäppler

Seit 40 Jahren Diplom-Ingenieur

für Gartenbau

Bensheim

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