Leserbrief

Windkraft in Lautertal

Fehlende Verantwortung für die Natur

"Strom aus Windkraft für 1250 Haushalte", BA vom 27. Juni

Anerkennenswert ist das Bemühen der BfB-Wählergemeinschaft, sich auf der Neutscher Höhe über Windkraftanlagen und deren Auswirkungen zu informieren. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse haben dazu geführt, dem Kesselberg die Eignung für die Errichtung und den Betrieb solcher Anlagen abzusprechen.

Dies lässt ernsthaftes Bemühen und Verantwortungsgefühl für Landschaft und Natur erkennen. Eine Einstellung, die den Grünen und in ihrem Schlepptau der SPD beim Thema Windkraft vor allem in Bensheim und Lautertal völlig abhandengekommen zu sein scheint.

Rücksichtsloses Vorgehen

Einem parteipolitisch ungebundenen Bürger will es nicht in den Kopf, mit welcher Rücksichtslosigkeit - vor allem auch gegenüber den im Einwirkungsbereich solcher Anlagen lebenden Menschen - die Planungen für diese Anlagen in und um Lautertal begründet und vorangetrieben werden.

Anlagen, die über 200 Meter hoch sein werden, hektarweise Natur verbrauchen und noch nicht einmal tausend Meter Abstand von der Wohnbebauung einhalten sollen, um Strom zu produzieren, der bekanntlich gegenwärtig und auf absehbare Zeit nicht benötigt wird bzw. keine Verwendung finden kann, aber zur Verteuerung des ohnehin zu hohen Strompreises beitragen wird. Dies und die Angst der um den Lebensraum Lautertal und Bergstraße besorgten Bürgerinnen und Bürger scheint die gewinnorientierten Investoren und Planer ebenso wenig zu interessieren wie die Mehrheitsfraktionen bzw. deren Mandats- und Amtsträger in Lautertal, die offenbar nur noch die Sanierung des von ihnen zu verantwortenden defizitären Gemeindehaushalts im Sinn haben.

Florian Lühnsdorf

Lautertal

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