Leserbrief

Haus am Markt

Freie Sicht auf Kirche eher weniger erstrebenswert

Dass das Haus am Markt architektonisch eine Bausünde darstellen soll, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Vergleicht man den aktuellen Bau mit den Plänen für das neue Haus am Markt, ist es fraglich, ob sich die architektonisch kühl wirkende Fassade in das Gesamtbild der umliegenden Gebäude des Marktplatzensembles harmonisch einfügt und auch zur Marktplatzbelebung beträgt. Von den Kosten mal ganz abgesehen, die wurden schon vielfach diskutiert. Mir geht es hier um die Belebung des Platzes.

Die schon vielfach angesprochene freie Sicht auf die Kirche ist auch nicht unbedingt erstrebenswert, trägt auch nicht unbedingt zur Belebung bei.

Wer sich noch daran an die Zeit mit freier Sicht zur Kirche erinnern kann, wird mir sicher beipflichten, dass die nicht gerade attraktive Stützmauer keine harmonische Atmosphäre dargestellt und eine gewisse Leere am oberen Marktplatz vermittelt hat.

Nicht höher als die Stützmauer

Deshalb bin ich folgender Meinung: Wenn schon ein Neubau, dann nicht viel höher als die Stützmauer. Allerdings tendiere ich eher zum Erhalt des bestehenden Gebäudes, das sich architektonisch mit seiner zergliedernden Fassade harmonischer einfügt, als der geplante Neubau. Mit entsprechender Nutzung (Gastronomie etc.) wäre das sicherlich auch mit dem jetzigen Haus ein Erfolg.

Das bezieht sich natürlich auch auf die umliegenden Geschäfte (Gastronomie etc.) am Marktplatz. Hier sollte versucht werden, ob seitens der Stadt eine Möglichkeit besteht, Einfluss auf die Nutzung nehmen zu können.

Horst Kremsler

Bensheim

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