Leserbrief

Ausbau der B 47

Für einen Kreisel wäre genug Platz

Leserbrief "Ansteckende Krankheit Kreiselritis" (BA vom 21. September)

Zuerst eine Richtigstellung: Erstens war nie die Rede von einem dritten Kreisel und zweitens ist dieser Leserbrief inhaltlich vollkommen aus der Luft gegriffen und anscheinend ohne das nötige Hintergrundwissen formuliert.

Ein Kreisel an der Ecke Darmstädter Straße / Nibelungenstraße in Gadernheim ist möglich und machbar - auch wenn Hessen Mobil das Gegenteil behauptet. Täglich wenden dort Lkw, Busse und Baustellenfahrzeuge ohne Schwierigkeiten. Wie kann das sein, wenn doch angeblich dafür gar kein Platz vorhanden ist?

Vor etwa zwölf Wochen habe ich Ortsvorsteher Peter Bünau gebeten, in einer Ortsbeiratssitzung über einen Kreisel an der genannten Stelle nachzudenken. Ich behaupte, dass ein Kreisel beim Ausbau der B 47 für 5000 bis 10 000 Euro möglich ist. Zweiflern gebe ich gerne eine Lehrstunde in Kostenrechnung - gratis.

Als ich den Bauamtsleiter der Gemeinde Lautertal, Rainer Krämer, darauf ansprach, hat er mir erzählt, dass die B 47 beim Ausbau in zwei bis drei Jahren nur 14 Zentimeter tief ausgefräst und dann neu geteert wird. Das Ergebnis sieht man zwischen Elmshausen und Reichenbach. Auf circa einem Kilometer wurde die Straße dort in diesem Jahr ausgebessert, weil der nötige Unterbau fehlt.

Genau das hat mir Bauamtsleiter Krämer erzählt: dass ein Kreisel Sache der Gemeinde ist. Zumindest hat Hessen Mobil dies bei der Begehung gesagt. Außerdem würden Planung und Genehmigung sechs bis sieben Jahre beanspruchen und die Kosten lägen zwischen 100 000 und 200 000 Euro. In diesem Zeitraum werden in Amerika zwei Hochhäuser gebaut.

Ein Kreisel ist die sicherste und günstigste Lösung überhaupt. Es muss ja nicht immer in eine Parkanlage ausarten. Eine Ampelanlage kostet erheblich mehr. Die jährlichen Stromkosten sind beträchtlich und fallen an, so lange die Ampelanlage besteht.

Das ersparte Geld könnte man für wichtigere Sachen verwenden. Braunkohle-Kraftwerke könnten stillgelegt werden, da diese unsere Umwelt mit Kohlendioxid vergiften. Die Anwohner in diesen Regionen müssten nicht immer wieder ihre Häuser verlassen, da wegen des Abbaus ganze Ortschaften dem Erdboden gleichgemacht werden.

Werner Degenhardt

Gadernheim

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