Leserbrief

Finanzkrise

Gemeinde sollte sparen, statt die Steuern zu erhöhen

Bald höchste Grundsteuer Deutschlands, BA vom 10. Februar:

Gemeinden und Stadtverwaltungen sind nach dem Gesetz verpflichtet, die Steuern der Bürger ordnungsgemäß zu verwalten. Was ist in Lautertal passiert? Schon mit dem Bau der Lautertalhalle begann die Schuldenfalle. Unterhaltung, Pflege der Grünanlage, Heizung und Wartung fressen die Gelder weg. Andere Gemeinden legen bei überschuldeten Gemeindefinanzen ihre Schwimmbäder still.

Thema Sportplätze: Auch hier sind Einsparungen möglich. Parkgebühren auf gemeindeeigenen Grundstücken, etwa an Lautertalhalle, Sportplatz und Rathaus bringen Einnahmen.

Die Heidenberghalle soll für Gemeinderatssitzungen extra bestuhlt werden und das Dorfgemeinschaftshaus in Schannenbach steht leer. Der frühere Bürgermeister Jürgen Kaltwasser und sein Mitarbeiter aus der Finanzabteilung erhalten hohe Pensionen und lassen sich auf Gemeindekosten verabschieden. Sie müssten in die Verantwortung genommen werden.

Aber nein, was macht man? Eine Grundsteuererhöhung für die Bürger – zum zweiten Mal innerhalb von einem Jahr.

Zur geplanten Erhöhung der Grundsteuer A: Bürger von Lautertal, gebt euren Gemeindevertretern und Herrn Heun mal Heckenschere und die Sense in die Hand und lasst sie auf den schrägen Hängen die Brombeerhecken schneiden, damit die Touristen und Biker sie nutzen können. Schaut einmal, wo die Grenzen liegen, und lasst die unbebauten landwirtschaftlichen Grundstücke zuwachsen. In der Feldgemarkung sind alle Wege genau zwei Meter breit. Verlangt doch eine Wegenutzungsgebühr von euren Vertretern.

Herr Heun denkt über eine Pferdesteuer nach. Prima! Andere Gemeinden schaffen sie ab, weil der Verwaltungsaufwand höher ist als die Einnahmen. Wenn wir dafür einen neuen Mitarbeiter in der Verwaltung brauchen, dann sind die Einnahmen gerade ausreichend für dessen Gehalt.

Freizeitsport darf nicht besteuert werden. Was machen unsere Kinder in den Ferien und am Nachmittag? Sie hängen nicht auf öffentlichen Plätzen herum und rauchen, wie teilweise an der Lautertalhalle. Sie treiben stattdessen Sport mit ihren Vierbeinern. Es heißt, Pferdebesitzer seien reich. Sind Eltern von Kindern, die Fußball oder Tennis spielen, nicht genau so reich?

Es reicht mit weiteren Steuererhöhungen. Die Gemeinde sollte lieber sparen.

Martina Schuch

Reichenbach

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