Leserbrief

Marktplatz

Geschlafen wurde in Bensheim lange genug

Bei jedem Gebäudeabriss entsteht Schutt. Das ist eine Binsenweisheit. Ebenso selbstverständlich ist, dass der jeweilige Bauherr seinen Bauschutt zeitnah zu beseitigen hat. Darüber wacht das jeweils zuständige Ordnungsamt. Der altbewährte Grundsatz „Alle Menschen sind gleich, manche ein bisschen gleicher“ trifft in Bensheim offenbar im Besonderen zu.

Schandfleck

So wird der städtischen Tochter Marketing- und Entwicklungsgesellschaft Bensheim (MEGB) stillschweigend seit nunmehr mehr als einem Jahr unbeanstandet gestattet, das Zentrum der Stadt mit Bauschutt zu verunstalten.

So „ziert“ nunmehr seit mehr als zwölf Monaten ein fast mannshoher eingezäunter Schutthaufen den „Marktplatz der Zukunft“. Sehr zur Freude aller Einheimischen und als „Werbeträger“ für alle Gäste.

Zwar haben kürzlich die Stadtverordneten (warum eigentlich die städtischen Vertreter und nicht die MEGB als Bauherr?) beschlossen, diesen üblen Schandfleck im Herzen der Stadt beseitigen zu lassen. Ein Zeitplan für diese Maßnahme wurde bis dato jedoch nicht festgelegt.

Unansehnlicher Dreck

Aus aller Munde wird rasche Belebung eingefordert. Um diese zügig – auch übergangsweise bis zur finalen Lösung – umzusetzen, sollte nunmehr ohne jeglichen weiteren Zeitverzug der Schutt endlich beseitigt werden, um Einheimischen wie Gästen einen zentralen Ort der Begegnung ohne unansehnlichen Dreck zu ermöglichen.

In rund drei Monaten ist der Sommer vorbei und die in Corona-Zeiten ohnehin wenigen touristischen Gäste bleiben dann wieder gänzlich aus. Es gilt, die verbleibende Zeit zu nutzen. Aufwachen! Geschlafen wurde in Bensheim lange genug.

Marie Seelos

Bensheim

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