Leserbrief

GGEW und Immobiliengeschäfte

„Hinnerum wie die Fraa vun Bensem“

Die GGEW steigt in das Immobiliengeschäft ein – nach dem Motto „Hinnerum wie die Fraa vun Bensem“. Die Überraschung des Jahres war im BA ofenwarm zu lesen. Die GGEW (Aktionäre sind Bensheim, Zwingenberg, Alsbach-Hähnlein, Bickenbach, Seeheim-Jugenheim und Lampertheim) steigt in das Immobiliengeschäft ein.

Was lässt sich daraus schließen? Ein taktisch sehr guter Zug. Nun, in relativ kurzer Zeit haben wir Kommunalwahlen und die CDU als stärkste Fraktion in Bensheim steht mit einigen Themen unter Beschuss. Viele Sünden wurden in der aktuellen und der vorherigen Periode begangen. Es fällt mir schwer, neben Bürgerhaus, Marktplatz, Stubenwald 2 oder Sparkasse noch einen Spitzenreiter zu benennen – und dann ist da ist ja noch die MEGB.

Die MEGB mit dem Bruder des Bürgermeisters als Geschäftsführer ist sicherlich unter anderem durchaus ein Steinchen, welches zum Felsbrocken mutieren könnte. Eine GmbH, die keinen Gewinn erwirtschaften muss und zusätzlich noch mit Hunderttausenden von Euros per anno am Leben erhalten wird.

Vor dem Hintergrund dieser Fakten ist es ein taktisch kluger Zug, die GGEW als florierendes und Gewinne abwerfendes Unternehmen im Immobiliengeschäft neu aufzustellen.

Wenn man die Idee weiterspinnt, wäre folgendes vorstellbar: Über kurz oder lang (im Laufe des Jahres vor der Kommunalwahl) wird die MEGB ihre Immobiliengeschäfte an die GGEW abgeben oder die MEGB wird von der GGEW übernommen. Dann wäre, wie es in Hessen so schön heißt, „die Beer geschält“. Alle „Angriffe“ auf die MEGB würden schlichtweg ins Leere laufen. Also, ich finde den „Schachzug“ genial. Wäre für uns Bürger interessant, wer solch gute Ideen hat. Auf den oder die muss man aufpassen.

Karl Kraft

Bensheim

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