Leserbrief

Meerbachsportplatz

Investoren bestimmen, wie die Stadt aussieht

Meerbach: Wohnbau will vor Gericht, BA vom 13. Juni

Mit der populistischen Begründung „Schnell kostengünstigen Wohnraum schaffen“ wird von den Stadtverordneten eine Verzögerung des Verkaufs des Meerbachgeländes mehrheitlich abgelehnt. Der Bürgermeister unterstützt dieses Argument mit der Bemerkung, „dass es jetzt lediglich um den Grundsatzbeschluss gehe“. Details eines Kaufvertrags müssten danach mit dem erfolgreichen Bewerber (der schon feststeht) ausverhandelt werden.

Ohne auf weitere Aussagen einzugehen, will ich unabhängig davon darauf hinweisen, dass auch ein anderer Weg zu kostengünstigem Wohnraum hinführt. Dieser Weg heißt Erbbaurecht. Er wird von Städten und Gemeinden genutzt, die entsprechende Baugrundstücke finanziell schwachen oder kinderreichen Familien anbieten. Die Vorteile und Nachteile dieses Ansatzes können nicht in einem Leserbrief behandelt werden.

In diesem Zusammenhang weise ich aber auf folgenden städtebaulichen Aspekt hin: Zurzeit ist es doch so, dass die Fläche der Stadt Bensheim stückweise „verscherbelt“ wird. Unsere Heimat – die Stadt Bensheim – wird verkauft. Investoren bestimmen, wie die Stadt in Zukunft aussehen wird. Investoren legen fest, was Bensheim unbedingt braucht. Es wird für „Kapitalanleger“ gebaut, nicht für die Bensheimer. Das missfällt mir.

Dieter Markowetz

Bensheim

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