Leserbrief

Jugendzentrum

Jugendliche sind in der Stadt nicht erwünscht

Lagerhalle kostet 1,38 Millionen Euro, BA vom 15. August

Jetzt schlägt es dem Fass den Boden aus – was sich unser Magistrat mittlerweile anmaßt. Da wird die Ansiedlung eines Jugendzentrums, also unsere Jugendlichen, als Störfaktor bezeichnet. Ein Jugendzentrum an diesem Standort (ehemaliges Bundeswehrdepot-Gelände) sei nicht dazu geeignet, die gewünschte Steigerung der Aufenthalts- und Wohnqualität zu erreichen.

Armes Bensheim

Die von der Stadt in Erwägung gezogene Ansiedlung einer Bauschutt-Recycling-Anlage an der Riedwiese-Süd, die Lärm, Staub und erheblichen Lkw-Verkehr verursacht, stellt demnach keinen Störfaktor für das Wohnquartier dar. Damit können die Anwohner leben! Warum baut man nicht ein Jugendzentrum auf das Gelände an der Riedwiese-Süd?

Es entsteht mittlerweile der Eindruck, dass unsere Bensheimer Jugendlichen eh überall in unserer Stadt Unerwünschte sind und als Störfaktor angesehen werden. Von vielen Plätzen werden sie vertrieben, ein Jugendzentrum wird abgelehnt. Armes Bensheim!

Wenn man verfolgt, was in der letzten Zeit in Bensheim so alles geschieht, sehe ich den guten Ruf und Slogan – Bensheim – Flair und mehr – mehr als dahin.

Ich bin in Bensheim geboren und lebe jetzt 67 Jahre hier. Unsere drei Kinder – für den Magistrat Störfaktoren – sind hier aufgewachsen, haben in Bensheim mehrere Schulen, Sportvereine, Musikschule besucht und sich bei den Pfadfindern und in der KJG eingebracht.

Unsere Jugendlichen als Störfaktoren zu bezeichnen, finde ich eine Frechheit.

Lothar Klein

Bensheim

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