Leserbrief

Autorennen auf der A 66

Kann man Rasern eine Tötungsabsicht unterstellen?

Es ist furchtbar und ein unerträglich schmerzhafter und unnötiger Tod der nicht am Autorennen beteiligten Verkehrsteilnehmerin. Wäre sie meine Tochter, würde ich vielleicht auch lebenslang und länger fordern.

Aber wir sind ein Rechtsstaat und ich hoffe, dass wir das auch bleiben – auch wenn Dinge geschehen, die wir nicht erleben wollen.

Mord ist ein juristischer Begriff und bedeutet einen Vorsatz zum Töten.

Diese Männer haben die Autobahn benutzt, um sich ein Autorennen zu liefern, aber nicht, um vorsätzlich Menschen zu töten. Dann könnte man auch einen extremistischen oder terroristischen Hintergrund vermuten. Dazu braucht man aber gewiss keinen Lamborghini.

Ich hoffe sehr, dass der Richter von der Staatsanwaltschaft einen Beweis für die Tötungsabsicht verlangt, bevor er das Urteil spricht. Ich bezweifle nämlich, dass sie diesen liefern kann.

Ich wünsche den Angeklagten gute Anwälte und vor allem Gerechtigkeit im Sinne des Deutschen Staates.

Kerstin Hartmann

Einhausen

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