Leserbrief

Kita-Neubau

Kita sollte als „Arche Noah“ geplant werden

„Neubau im Neckarbett ein Knackpunkt“, BA vom 5. Februar

Mit dem allergrößten Entsetzen haben wir den Artikel zum Kita-Neubau in Schwanheim/Fehlheim zur Kenntnis genommen. Wie kann es dazu kommen, dass man in einem solch sensiblen Bereich, nämlich der alten Neckarschlinge, einen Neubau plant?

Wir Naturschützer bemühen uns seit Jahren, Niederungen, Bodensenken und Bodenmulden vor Überbauung und Verfüllung mit Oberboden oder Bauschutt zu bewahren und zu schützen.

Die Biodiversität, die zur Zeit in aller Munde ist, wird hier regelrecht mit Füßen getreten. Gibt es im Magistrat, der Stadtverordnetenversammlung und den Ortsbeiräten der Stadt Bensheim niemanden mehr, der etwas Gespür für unsere Natur und Umwelt mitbringt? Offenbar handelt es sich fast nur noch um „Betonköpfe“, wie es einmal die SPD-Fraktion in der Bensheimer Stadtverordnetenversammlung aus gedrückt hat?

Wenn die Klimaforscher recht behalten und wir verstärkt mit Unwettern, Wolkenbrüchen und lang anhaltendem Starkregen rechnen müssen, dann sollte die Kita in diesem Bereich als „Arche Noah“ geplant werden, damit sich diese bei großem Wasseraufkommen von den Fluten tragen lassen kann.

Wir wissen leider nicht, was noch geschehen muss, ehe die Politik begreift, dass der Flächenfraß und die Bautätigkeit in sensiblen Bereichen nicht einfach so weiter gehen dürfen. Wo ist die starke Frau oder der starke Mann, die jetzt die „Reißleine“ ziehen?

Eberhard F. Erb

Bensheim

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