Leserbrief

Verkehr

KMB stellt Nerven der Autofahrer auf die Probe

Montagmorgen, Viertel vor acht in Bensheim. Dauerregen und hohes Verkehrsaufkommen. Die Autofahrer sind um diese Zeit meist schon etwas angespannt, aber ihre Nerven werden vom Zweckverband Kommunalwirtschaft Mittlere Bergstraße (KMB) noch zusätzlich auf die Probe gestellt. Auf dem Plan steht Straßenkehren mit dem Kehrfahrzeug.

Mir konnte sich die Sinnhaftigkeit dieser Aufgabe trotz reiflicher Überlegung nicht ganz erschließen. Im Schneckentempo trödelt das Fahrzeug die Europa-Allee entlang Richtung Westen.

Rückstau bis fast vor die Brücke am Penny-Markt. Einige entnervte Autofahrer wenden und schlagen rasant eine Ersatzroute ein.

Sollte es dem KMB nicht bekannt sein, dass um diese Uhrzeit, kurz vor Schulbeginn, unabhängig vom Wetter und eventuellen Staus auf umliegenden Autobahnen in der Europa-Allee sowie in den übrigen Ost-West-Routen Wormser- und Schwanheimer Straße jeden Morgen Hochbetrieb herrscht.

Mit solch einer Aktion die Bürger auf die Palme zu bringen, kann nur einer totalen Ignoranz der Tatsachen oder dem unbedingten Wunsch des KMB gleichkommen, die Anerkennung deren Wichtigkeit auf diese Weise einzufordern. Dabei wird dadurch genau das Gegenteil erreicht. Staus auf der A 67 Richtung Norden wirken sich leider meistens bis auf den Berliner Ring aus. Diese Tatsache scheint am Bewusstsein der KMB-Mitarbeiter völlig vorbeigegangen zu sein.

Oder gibt es irgend einen triftigen Grund, genau diese Maßnahme just um diese Zeit durchzuführen? Mit einer Engelsgeduld schleicht der Kehrer den Kreisel entlang. Man muss ja schon akzeptieren, dass um diese Zeit manchmal Müllfahrzeuge für Behinderungen sorgen, aber kehren?

Die Menschen müssen heutzutage im Job und auch sonst immer flexibler sein. Warum schafft das solch eine Institution nicht? Ein Umdenken wäre auch hier wünschenswert und dringend notwendig.

Susanne Hannak

Bensheim

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