Leserbrief

Innenstadt

Lasst endlich die Planer ihren Wettbewerb machen

Als Ur-Bensheimerin lebe und arbeite ich täglich in der Bensheimer Innenstadt. Die Mehrheit der Bürger weiß gar nicht um den täglichen (Überlebens-)Kampf in der Innenstadt als produzierender und ausbildender Handwerker mit An- und Abfahrt, Öffnungszeiten, Personalproblemen.

Nicht jeder hat das Geld wie manch ein Großer, einfach seinen Betrieb zu verlagern, die Immobilie leerstehen zu lassen, viel zu investieren oder einfach aufzugeben. Also arbeite ich mit großem Herzblut in der Innenstadt und setzte mich allen Widrigkeiten zum Trotz tagtäglich damit auseinander.

Ich lasse mich und meinen Namen, ohne mein Wissen, nicht benutzen für die heiße Zeit des Bürgermeisterwahlkampfes – egal von wem. Es muss etwas auf dem Marktplatz entstehen. Wo waren die Kritiker beim Findungsprozess?

Mein Appell: Mut zeigen für etwas Neues! Beschlüsse akzeptieren, Respekt vor demokratischen Entscheidungen haben. Also: Lasst endlich die Planer ihren Wettbewerb machen. Legt offen, welche geheimen Verträge es bisher gibt. Räumt den Schutt auf dem Marktplatz weg. Nehmt die kleinen Geschäfte ernst, denn sie machen die Stadt bunt und vielfältig.

Nicht alles schlechtreden

Ich bin mir sicher: Gemeinsam können wir in unserer schönen Stadt alle sehr gut leben. Denn wir haben den Luxus, Schulen, Theater, Schwimmbad, Natur, Arbeitsplätze, Sportstätten, Tafel, Hospiz alles direkt vor der Haustür zu haben. Deshalb sollten wir aufhören, alles schlechtzureden: Geht in die Stadt und kauft vor Ort. Belebt den Marktplatz.

In der Sache bin ich der Meinung – ohne für irgendjemanden Partei zu ergreifen –, dass alle Eckpunkte in den städtebaulichen Wettbewerb eingeflossen sind – bis auf „gar nichts bauen“ – und das wäre tödlich für die Stadt.

An alle Parteien, Anwohner, Geschäftsleute appelliere ich: Nur, wenn wir zusammenstehen und wir alle unseren Beitrag leisten, gehen die Lichter nicht aus.

Christina Glaubach

Bensheim

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