Leserbrief

Weschnitzsteg

Lieber sanieren, als an anderer Stelle neu bauen

„Neuer Weschnitz-Steg an der Schule soll 350 000 Euro kosten“, BA vom 18. August 2018

Wir können die Gründe für einen Neubau des Weschnitz-Stegs an der Schule nicht nachvollziehen. Die Begründung, dass eine Sanierung eventuell nach fünf Jahren wiederholt werden muss, ist für uns unverständlich. Warum sollte eine Sanierung nach bereits fünf Jahren wiederholt werden müssen? Im privaten Bereich würden wir eine Firma verklagen, die uns dazu zwingt, in so kurzer Zeit erneut zu sanieren. Es fehlt uns auch die konkrete Summe einer Sanierung. Hier wird nur der Neubau-Preis von 350 000 Euro beziffert, aber die Vergleichskosten einer Sanierung nicht genau genannt. Diese scheinen allerdings der Gemeinde bekannt zu sein, wenn behauptet wird, dass bei doppelter Sanierung die Kosten höher liegen könnten.

Des Weiteren wird im Artikel auf einen bestehenden „Gefahrenpunkt“ hingewiesen, „die direkte Konfrontation zwischen Schülern an der Treppe zur Weschnitz und Radfahrern“. Wieso sollte ein für uns nicht nachvollziehbarer „Gefahrenpunkt“ durch Verlegung um wenige Meter nicht mehr vorhanden sein, wenn auch dort sich Schüler und Radfahrer begegnen? Diese „Gefahrenquelle“ wird durch einen (eventuell verbreiterten) Neubau nur erhöht, da dann die Radfahrer schneller aneinander vorbei fahren könnten. Aktuell besteht nur die Möglichkeit, nach der Querung des Stegs im 90 Grad Winkel nach links oder rechts abzubiegen, was automatisch zu einer vorsichtigeren Fahrweise zwingt und ab und an auch das Absteigen vom Fahrrad erforderlich macht. Dies haben wir bisher immer positiv gesehen, denn ein kurzer Plausch mit dem „anderen Verkehrsteilnehmer“ macht auch den Charme unserer Gemeinde aus.

Noch nie ein Unfall dort

Sollte jetzt jemand der Meinung sein, dass auch dies eine „Gefahrenquelle“ birgt, so können wir nur anführen, dass wir bis jetzt noch nie von Unfällen oder Schlägereien wegen Behinderungen am Steg gehört oder gelesen haben. Sofern wir mit unseren Annahmen falsch liegen, lassen wir uns gerne belehren. Eventuell liegen der Gemeindeverwaltung ja Statistiken über Unfälle und Verletzte vor.

Wir möchten die Gemeindeverwaltung ausdrücklich darum bitten, den vorhandenen Steg nicht zu verlegen, sondern so zu sanieren, dass er an gleicher Stelle bestehen bleiben kann. Man sollte nicht immer alles neu machen, sondern Vorhandenes erhalten. Es scheint ja auch noch nicht wirklich festzustehen, ob die Sanierung wirklich teurer wäre.

Sabine Grüner, Ralf Amborn, Irmgard Amborn, Norbert Amborn, Dagmar Amborn Einhausen

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