Leserbrief

Im Gehren

Mehr Attraktivität für Lindenfels durch Recycling-Anlage?

Kolmbacher wehren sich gegen die geplante Bauschutt-Anlage, BA vom 28. August:

Lindenfels soll attraktiver werden!? Die Stadtverordneten haben es wahrlich nicht leicht: Krankenhaus weg, der Lebensmittelversorger demnächst vielleicht auch. Sie überlegen sicher schon länger, wie die Kurstadt wieder attraktiver werden kann. Ein Alleinstellungsmerkmal sollte es schon sein.

Da kommt die Idee mit der Bauschuttaufbereitungsanlage gerade recht. So etwas haben andere Kommunen nicht, und sie bringt eine Bereicherung für Lindenfels, zumindest pekuniär. Also wird ihr Bau unterstützt.

Allerdings ist so ein Vorzeigeobjekt nicht dazu geeignet, in der Kernstadt eingerichtet zu werden. Von der Bergstraße kommend soll es an der Außengrenze von Lindenfels – sprich in Kolmbach – repräsentativ sichtbar sein. Damit die Überraschung gelingt, werden der Kolmbacher Ortsbeirat und die Bürger vorab nicht informiert. Es soll sogar schon einen Plan geben, auf den entstehenden Halden des aufbereiteten Bauschutts Rutschbahnen und Ähnliches einzurichten, also weitere touristische Attraktionen. Wenn die Halden erst richtig hoch sind, kommt eine Windkraftanlage drauf.

Bürger sind nicht schützenswert?

Bleibt zu hoffen, dass sich bei näherem Hinsehen schützenswerte Tiere oder Pflanzen im Gewerbegebiet finden. Vielleicht kann das Vorhaben dann noch gestoppt und an einer geeigneten Stelle weiter betrieben werden. Schützenswerte Bürger scheint es in Kolmbach und Gadernheim offensichtlich nicht zu geben.

Frei nach Star Wars: „Möge der Krach mit euch sein“ Zum Glück hört man im Heilklimatischen Kurort Lindenfels davon nichts, sonst wäre es mit weiteren Anerkennung schwierig.

Dieter Kaffenberger

Gadernheim

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