Leserbrief

Marktplatz

Mit Eimern und Schaufeln den Haushalt entlasten

Wer ist eigentlich zuständig für den sehr treffend bezeichneten „städtischen Schandfleck“, der sich nun schon seit August 2019 dem erstaunten Betrachter bietet? Wer hat zu verantworten, dass seit Abriss des Hauses am Markt ein Schutthaufen das brachliegende Gelände vor Sankt Georg ziert?

Wer erdreistet sich, diesen Flecken im Herzen von Bensheim „Marktplatz der Zukunft“ zu nennen? Früheren Berichten dieser Zeitung konnte man entnehmen, dass es nach Aussagen zweier Parteien schnellstmöglich am Marktplatz weitergehen sollte, egal, unter welchen Umständen und zu welchen Kosten, denn der Marktplatz müsse bebaut werden, sonst gefährde das die „Attraktivität der Innenstadt dauerhaft und richte bleibenden Schaden“ an.

Soll nun der „Rest-Schutthaufen“ die Attraktivität steigern, oder wie ist der schon lange andauernde erbärmliche und Image schädigende Anblick den Besuchern zu erklären? Bei jetzt knappen Kassen und sicher zu erwartenden hohen Steuereinbußen könnten doch die Bürger mit Schubkarren, Eimern, Schaufeln und Besen tätig werden und somit den städtischen Etat entlasten.

Ich kann mir aber trotzdem nicht vorstellen, dass es eines großen finanziellen Aufwandes bedarf, den Schandfleck wegräumen zu lassen und für einen besseren Anblick zu sorgen. Das trüge dann auch sicherlich dazu bei, dass bald die hoffentlich beste Lösung zur Gestaltung dieses beliebten Platzes gefunden würde.

Übrigens: Der Bensheimer Marktplatz war am Samstag sehr belebt. Viele Menschen „gestalteten“ das Stadtbild. Die verbliebene Treppe des Hauses am Markt wurde rege genutzt. Bänke sind leider nicht vorhanden.

Klaus Straub

Einhausen

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