Leserbrief

Stadtentwicklung

Mit friedlichen Mitteln den Irrsinn stoppen

Dem Leserbrief „Kleingärten nicht zum Gewerbegebiet machen“ (BA vom 25. November) ist kaum etwas hinzuzufügen. Auch ich war erschrocken, als ich den Bericht im BA gelesen habe, wonach sich ein Teil unserer Stadtverordneten mit der Idee beschäftigt, die Kleingartenanlage für ein Gewerbegebiet zu opfern („GUD will die Kleingartenanlage erhalten“, BA vom 14. November).

Auch ich bin ein Zwingenberger Bub und habe es geliebt, die Natur zu genießen und mit meinen Freunden dort zu spielen. In den letzten Jahren wurden jedoch in Zwingenberg und Rodau bereits vielfach Grünflächen zu Baugebieten ausgelobt – und auch ich denke: Es reicht! Man sollte im Sinne einer hohen Lebensqualität, die wir hier haben, nicht alles ausreizen und diese aufs Spiel setzen.

Mehr Menschen, mehr Kosten

Bereits vor Jahren hat an dieser Stelle ein Leserbrief-Autor darauf hingewiesen, dass wir in Zwingenberg in Sachen Zahl der Einwohner pro Quadratkilometer einen der höchsten Werte im Kreis Bergstraße aufweisen. Warum soll das noch gesteigert werden? Um mehr Steuerzuweisungen zu generieren? Der Zuzug führt auch zu mehr Kosten, zum Beispiel für die Betreuung der Kinder der neuen Mitbewohner.

Und der Infrastruktur im Bereich Verkehr sind Grenzen gesetzt. Das führt zu noch volleren Straßen. Überdies leidet das Binnenklima, wenn immer mehr Flächen versiegelt werden und die Temperaturen werden im Stadtgebiet steigen. Gehen Sie im Sommer mal in den Wald und Sie werden die Temperaturunterschiede, wie eigentlich hinlänglich bekannt ist, spüren.

Auch ich werde, wie es bereits zwei Leserbrief-Autoren angekündigt haben, dafür kämpfen, dass wir diesen Irrsinn stoppen, sollte er beschlossen werden – mit friedlichen und demokratischen Werkzeugen, die uns zur Verfügung stehen. Wer das ähnlich sieht, den rufe ich auf: Teilen Sie Ihren Unmut mit!

Jörg Delp

Zwingenberg

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