Leserbrief

Haus am Markt

Neupflanzungen sind nur ein schwacher Trost

Jetzt mussten auch noch zwei Bäume daran glauben und alles zum Wohle eines Neubaus am Marktplatz, den viele Bürger nicht wollen und der Stadt noch viele Probleme bereiten wird.

Wenig tröstlich die Versicherung der Stadt, dass Neupflanzungen erfolgen werden, die jedoch viele, viele Jahre benötigen, um ausreichend Schatten zu spenden, und die alten Bäume ersetzen werden. Ein ganz schwacher Trost. Ebenso wenig zählt bei der Stadt und den Abgeordneten, dass eine abschwächende Konjunktur, der Wegzug von SAP weniger Steuereinnahmen bescheren wird. Die Stadt könnte, wie bereits in Lesebriefen unterstellt, Abgaben, Steuern erhöhen.

6,8 Millionen soll der Neubau kosten, es werden wahrscheinlich acht Millionen am Ende sein. Das Bürgerhaus ist ein Beispiel dafür. Nur zur Beruhigung der Gemüter werden die Neubaukosten niedrig angesetzt, die Sanierung des erst 40 Jahre alten Gebäudes hoch beziffert. Das ist nicht ungewöhnlich, in der Politik üblich, dient es doch einem guten Zweck aus Sicht der Befürworter.

Das Thema hat sich emotional hochgeschaukelt, die Bürger sind skeptisch. Es gibt hoffentlich für die Stadt und die diese Maßnahme unterstützenden drei Parteien kein böses Erwachen. Einen Kuchen kann man nicht in beliebig viele Teile teilen. Durch die bereits ausreichenden Betriebe ist es eher fraglich, ob das neue Gastronomie-Unternehmen auf Dauer existieren kann und der Unternehmer nicht das Handtuch wirft. Es wäre nicht das erste Mal.

Georg Rossa

Bensheim

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