Leserbrief

Haus am Markt

Nicht den gleichen Fehler wieder machen

Durch den Abriss des Hauses am Markt eröffnet sich plötzlich ein beeindruckender Blick auf die Kirche St. Georg, auf die davor befindliche Treppenanlage mit den wunderschönen Natursteinmauern, auf die herrlichen Fachwerkhäuser links und rechts im oberen Teil des Marktplatzes und auf das Museum. Der Marktplatz macht dadurch einen insgesamt sehr viel städtischeren Eindruck, und der freie Blick auf die Kirche und ihre unmittelbare Umgebung ist ein großer Gewinn.

Viele Menschen bleiben bei diesem Anblick erstaunt stehen und wundern sich, wie man jemals diesen Eindruck durch den Bau des Hauses am Markt zerstören konnte. Es muss verhindert werden, dass dieser Fehler durch den Bau eines ebenso hohen Gebäudes an dieser Stelle wiederholt wird.

Die Belebung des Marktplatzes ist eine wichtige und vorrangige Aufgabe für die Stadt Bensheim. Ein einstöckiger Bau mit Dachterrasse vor dem Treppensystem und den Natursteinmauern des oberen Marktplatzes könnte die dort geplante Gastronomie, die am Markt dringend erforderlich ist, aufnehmen und trotzdem den freien Blick auf die Kirche gewähren.

Möglicherweise ließe sich der Marktplatz oberhalb des Brunnens im mittleren Bereich sogar horizontal abtragen mit abstützenden Sandsteinmauern links und rechts, wie sie vor der Buchhandlung Böhler bereits existieren, so dass die Dachterrasse an den unteren Teil der Natursteinmauern des Treppensystems vor der Kirche anschließen könnte. Auch der schöne Blick auf das Treppensystem würde dadurch frei bleiben, die Tische und Stühle im Bereich der Außengastronomie hätten einen geraden Stand und die Nutzung dieses Bereiches des Marktplatzes beim Winzerfest würde sich vereinfachen. Für ein Familienzentrum und einen Hospizverein lassen sich sicherlich geeignetere Standorte finden.

Reinhard und Heike Fahrenholz

Bensheim

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